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Premiere: Kooperation zwischen Kindergarten Rolfshagen und Seniorenresidenz

"Das war so niedlich": Wie Kinder den Schäferhof-Senioren begegnen

Rehren (la). "Das war so niedlich, der Weg hierher hat sich gelohnt", stellt Gisela Plaßmann begeistert fest. Sie hat gerade gemeinsam mit einigen Bewohnern der MediCare-Seniorenresidenz Schäferhof eine fröhliche Stunde mit sechs Kindern des Kindergartens Rolfshagen verbracht. Dafür ist die Seniorin extra mit einem Behindertentransport aus Springe angereist. "Ich war hier in der Seniorenresidenz vor einigen Wochen zur Kurzzeitpflege und habe von dem geplanten Ereignis gehört. Da ich hier auch schon Freunde gefunden habe, wollte ich diesen Tag gern mit ihnen zusammen erleben", begründet Gisela Plaßmann ihren Ausflug.

veröffentlicht am 27.10.2006 um 00:00 Uhr

Senioren und Kinder haben viel Spaß und Freude miteinander gehab

Kindergartenleiterin Beate Handierk hat das Projekt "Kinder bringen Leben, Spaß und Freude" gemeinsam mit der Ergotherapeutin des Seniorenheims, Stefanie Kaatz, organisiert. Zum ersten Mal besuchten die Kindergartenkinder im Alter von vier bis sechs Jahren gestern die Bewohner des Schäferhofes in Rehren. "Die Kinder waren völlig frei und ohne Skepsis", freute sich Rita Meyer, die zur Kurzzeitpflege in dem Seniorenheim ist und selbst einmal als Erzieherin gearbeitet hat. Bei der Premiere der Kooperation stand zunächst das Kennenlernen auf dem Programm. Bei einem Spiel mit einem Ball stellten sich die Kinder den rund 15 Seniorinnen und Senioren vor. Dann zeigten die Kleinen, was sie im Kindergarten alles lernen und trugen einige Lieder und Singspiele vor. "Das war klasse und wir kommen bestimmt wieder", waren sich die Kinder nach einer Stunde einig und das lag sicher nicht an der bunten Tüte, die sie als Dankeschön erhalten haben, sondern daran, dass sie wirklich Spaß an ihrem Besuch bei den "Omas" und "Opas" hatten. Das war in ihren fröhlichen Gesichtern deutlich zu erkennen. Ein Mal pro Monat wollen die Kindergartenkinder jetzt die Bewohner des Schäferhofes besuchen und mit ihnen etwas Zeit verbringen. "So sollen vor allem die Älteren, die im Seniorenheim leben, das Gefühl erhalten, dass sie auch im Alter in eine Gemeinschaft integriert werden", sagte Beate Handierk. Sie sieht das Projekt als willkommene Bereicherung für die Senioren undfür die Kinder, die ohne Oma und Opa aufwachsen.

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