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Arbeitseinsatz des Heimat- und Kulturvereins / Anlage freigeschnitten / Augenarzt hat Eilsen einst zum Weltbad gemacht

Das Waldgrab Wisers wird dem Vergessen entrissen

Bad Eilsen (sig). Einer der berühmtesten Männer, die in Bad Eilsen gelebt und gewirkt haben, war der Geheime Medizinalrat Dr. Maximilian Graf Wiser. Wie es seinem Wunsch entsprach, hatte er seine letzte Ruhestätte in einem Waldgrab am Rande des Harrls gefunden. Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit, ist diese Stelle im Laufe der Jahre stark verwildert. Das will der Heimat- und Kulturverein ändern.

veröffentlicht am 22.05.2008 um 00:00 Uhr

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Unter der Leitung des Vorsitzenden Fritz Winkelhake gab es jetzt die ersten Arbeitseinsätze in der Waldzone, in der auch das Grab von Wisers Ehefrau Eleonore liegt. Die geborene Gräfin von Kanitz war 30 Jahre jünger, starb erst im Jahre 1981. Sieben Jahre vorher war ihr Mann zur letzten Ruhe gebettet worden. Neben einigen Vorstandsmitgliedern des Heimat- und Kulturvereins fanden sich noch Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann und Luhdens Bürgermeister Peter Zabold auf dem Gelände ein. Als erste Maßnahme wurde mit dem Entfernen von Wildwuchs rund um die Grabstelle begonnen. Büsche und Bäume hatten sich zu einer schwer zu durchdringenden Wand verdichtet. Was ausgelichtet wurde, brachte Dr. Willi Dreves mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug zur Kompostanlage Heeßen. "Wir wollen der Anlage zunächst einmal zu einem freien Blick Richtung Süden verhelfen", kündigte Winkelhake an. Nicht nur große Mengen von Efeu und Gestrüpp müssen deshalb weg, sondern auch etliche alte Fichten. Dann soll einübersichtlicher Zugang zum Weg geschaffen werden, der am "Waldhof" vorbeiführt. Dort befand sich die Wirkungsstätte des Augenarztes. Ein neuer Jägerzaun wird das alte Drahtgeflecht sowie den morsch gewordenen Holzzaun ersetzen. Am Eingang zur Ruhestätte wird eine Dachkonstruktion aufgestellt, in die eine Schautafel integriert ist. Sie soll Auskunft über das Wirken Wisers geben. Für dieses Projekt hat die Gemeinde Mittel bereitgestellt. Ein großes Holzkreuz steht bereits. Die beiden davor liegenden Grabplatten sind unansehnlich geworden. Sie werden gereinigt, damit die Inschrift sichtbar wird. Was die wenigsten wissen: Die Familie Dreves ist auch Eigentümer dieses Waldstücks, das in Erbpacht abgegeben wurde. Wisers Ehefrau ist vor ihrer Beisetzung auf der Dreves-Diele aufgebahrt worden. Winkelhake: "Graf Wiser hat Eilsen erst zum Weltbad gemacht. Durch ihn kamen viele Heilung Suchende aus ganz Deutschland und aus vielen anderen Ländern hierher."



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