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Nachtausgabe mit Pianoman Klaus Porath bot Hits aus vier Jahrzehnten

"Das wär doch mal was für das nächste Rintelner Altstadtfest!"

Rinteln (ur). Gründonnerstag ist bestimmt kein ideales Auftrittsdatum für einen Entertainer - die einen haben schon ihre Osterreise angetreten, die meisten stehen noch in den Vorbereitungen auf das Fest und andere stimmen sich gedanklich auf Karfreitag ein.

veröffentlicht am 10.04.2007 um 00:00 Uhr

Pianoman Klaus Porath in Aktion. Foto: tol

Für die Rintelner Nachtausgabe mit "Pianoman" Klaus Porath bedeutete dies leider nach dem ausverkauften Haus beim letzten Mal manchen leeren Platz im Foyer der Volksbank - wovon sich der Unterhaltungskünstler zum Glück nicht abbringen ließ, mit voller Power durchzustarten und seinem Publikum einen rundum gelungenen Abend zu bieten. Der 40-jährige aus Lübeck erweist sich als virtuoser Interpret am Digitalflügel von Yamaha. Wobei er sein breitgefächertes Programm aus Pop und Schlager der letzten vier Jahrzehnte ganz ohne Noten mit geläufiger Sicherheit darbietet und stets ein waches Gefühl für die Wünsche seiner Zuhörer hat. Er bedient sich dabei kräftig aus dem Repertoire der Großen des Pianoman-Genre wie Billy Joel, Elton John und eben auch Udo Jürgens, wobei seine Stimme gerade bei letzterem dem Original sehr nahe kommt. Und dass Porath sich inzwischen auch intensiv mit den Songs von Elvis beschäftigt, kam dem Abend ebenso zugute - zumal er es sich verkniff, eine 1:1-Parodie auf den "King" abzuliefern: "In the Getto" sorgte da wirklich für das berühmte Gänsehaut-Feeling, ebenso wie das beiläufig eingeklinkte und doch so intensiv interpretierte "Morning has broken" von Cat Stevens. Leicht und locker und scheinbar ganz privat wirkte seine beiläufige Moderation und wo er das Publikum zum Mitsingen animierte, kam es dieser Aufforderung nur zu gerne nach - besonders enthusiastisch bei Titeln wie dem "Ehrenwerten Haus"oder "Ich war noch niemals in New York". Als sich beim Mitsingen herausstellte, dass sich mit Volker Buck ein kongenialer Musiker unter den Anwesenden befand, war Porath uneitel genug, sich mit diesem spontan ein kleines Gesangsduell zu liefern, wobei durchaus beide verstanden, ihre Stimmqualitäten unter Beweis zu stellen. Mit charmanter Offenheit vermied es der Pianoman, seine Zuhörer durch die üblichen Zugaberituale zu führen, zeigte sich dafür aber bereit, auch Wünsche auf Zuruf zu erfüllen - und hätte er dabei nicht irgendwann ein freundliches Machtwort gesprochen - einige hätten den Abend wohl auch noch bis Mitternacht ausdehnen wollen. Herzlicher Beifall - und bei vielen wohl auch getragen von dem Wunsch, Porath wieder mal in Rinteln zu erleben. "Der wäre doch auch mal was für das nächste Rintelner Altstadtfest", meinte eine Besucherin beim Verlassen des Foyers. Wir geben das mal so an Marktmeister Jürgen Pleitner weiter!



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