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Spart Strom / Wasserqualität unterscheidet sich nicht von Bückeburger Wasser

Das Steinberger Wasser kommt jetzt aus dem Brunnen in Deckbergen

Steinbergen (mld). Dass Steinbergen sein Trinkwasser aus Bückeburg bezieht, kann inzwischen schon Tradition genannt werden. Doch viele Steinberger hegten bereits Vermutungen, dass sich dies geändert haben und ihr Trinkwasser jetzt aus Rinteln kommen könnte. "Halbrichtig", nennt Thomas Sewald, Technischer Leiter der Stadtwerke Rinteln, die Gerüchte.

veröffentlicht am 21.11.2007 um 00:00 Uhr

Das Wasser für Steinbergen käme zwar inzwischen aus der Quellfassung Deckbergen - und ist damit Rintelner Wasser -, doch diese Änderung sei schon seit 2000 geplant, als die Schaumburger Wasserversorgung neu geordnet worden ist. Damals hatte es eine ganze Reihe von Änderungen gegeben: Überalterte Hochbehälter und Druckerhöhungsanlagen wurden stillgelegt und durch größere, moderne Anlagen ersetzt. Die letzte Erneuerung war der Hochbehälter am Hasenbrink im Juni 2004 (wir berichteten). So sollte die Trinkwasserversorgung in Deckbergen und Schaumburg optimiert werden. Doch gerade der Bereich Steinbergen bis Schaumburg sei wegen der Höhenlage schwierig mit Trinkwasser zu versorgen, so Sewald: Das Wasser hätte immer bis Engern und dann in einen Behälter in Deckbergen gepumpt werden müssen. Somit sei Steinbergen nie direkt mit der Rintelner Wasserversorgung verbunden gewesen, doch rein Bückeburger Wasser hätte es auch nichterhalten. Der Grund für die Änderung läge genau in dieser Höhenlage, so Sewald: Um das Wasser von Engern nach Steinbergen leiten zu können, müsse der Druck in den Leitungen in Engern drastisch erhöht werden - von dreieinhalb auf 14 bar. Und das ginge nur bei erheblichem Stromverbrauch. "Jetzt haben wir der Energieverschwendung ein Ende gesetzt", so Sewald. Durch die Speisung des Trinkwassers aus der Deckberger Quellfassung sei weniger Strom vonnöten, da das Wasser mit weniger Druck - nämlich statt der 14 nur sieben bar - nach Steinbergen gepumpt werden könne. Eine Änderung, die nicht ohne emotionale Bedeutung für viele Anwohner ist, in der die Stadtwerke allerdings kein Anlass zur Benachrichtigung der Steinberger sahen. "Es besteht kein chemischer Unterschied zwischen Bückeburger und Rintelner Trinkwasser", erklärt Sewald. Das Trinkwasser für Rinteln und Bückeburg käme sowieso aus einer Blase, und somit ändere sich an der Qualität des Wassers nichts.



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