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SPD-Politiker würdigen Arbeit gegen Kinderarmut

Das Sparschwein ist voll

Lindhorst (gus). Grant-Hendrik Tonne, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Nienburg-Schaumburg, hat Wort gehalten. Nachdem die CDU-Landtagsfraktion sich geweigert hatte, der Lindhorster Bürgerinitiative "Wir gegen Kinderarmut", Geld zu spenden, hat Tonne gemeinsam mit SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner ein prall gefülltes Sparschwein übergeben.

veröffentlicht am 15.07.2008 um 00:00 Uhr

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Die tierförmigen Spardosen hatte "Wir"-Sprecher Mathias Hinse jeder niedersächsischen Landtagsfraktion überreicht - mit der Bitte, für monetären Inhalt zu sorgen. Die Christdemokraten reagierten vor Monatsfrist zwar am schnellsten, aber für "Wir" auch am unerfreulichsten. Mit dem Hinweis, als Fraktionnicht spenden zu dürfen, kam das erste Schwein leer zurück. Die Fraktionen von FDP und Linken haben sich laut Hinse bisher noch nicht gemeldet. Mit den Grünen bestehe eine enge Kooperation. Tonne und Jüttner erklärten beim Besuch in der Lindhorster Magister-Nothold-Schule, dass sich die Sozialdemokraten hinter derlei Klauseln nicht verstecken mochten. Deshalb hatten die beiden Politiker jetzt ein prallvolles Schwein im Gepäck. Der Betrag werde "Wir" zwar nicht gleich aller Sorgen entledigen. Die Geste solle aber "zeigen, dass uns Ihre Arbeit am Herzen liegt", sagte Tonne. Das Landtags-Schwein bekam allerdings gleich Zuwachs. Lindhorster SPD-Mitgliederüberreichten ein ebenso volles Sparschwein an "Wir". Erwin Martin, Vorsitzender der Lindhorster Sozialdemokraten, betonte, dass auch ein Ortsverein laut Satzung nicht spenden darf. Das habe die einzelnen Mitglieder aber nicht davon abgehalten, privat etwas in die Sparbüchse zu stecken. Hinse bedankte sich bei den Politikern. "Das Geld kommt sehr gelegen", sagte er. Die Bürgerinitiative plane eine Plakataktion, um nachhaltig für die eigene Arbeit werben zu können. Auch mit Blick auf die CDU hat Hinse noch nicht alle Hoffnung aufgegeben. Er bat Jüttner, Ministerpräsident Christian Wulf ein Metall-Gewicht mit der Aufschrift "Kinder brauchen Dich" zuübergeben - damit Wulff erkennt, wie viel Gewicht der Kampf gegen Kinderarmut hat. Einig waren sich Hinse und Jüttner darin, dass im Kampf gegen Kinderarmut die Lernmittelfreiheit ein wichtiger Schritt wäre. Diese sei ein Instrument, das ein Stück Chancengleichheit an Schulen garantiert. Auch ein günstiges Mittagessen in der Schule gehört laut Hinse angeboten. An der Magister-Nothold-Schule wird laut dem scheidenden Schulleiter, Werner Stünkel, daran gearbeitet. Durch weitere Zuschüsse soll die mittägliche Verpflegung nur noch einen Euro kosten. Allerdings werde das Angebot derzeit von den Schülern kaum in Anspruch genommen. Mittagessen in der Schule sei "uncool", obwohl auch Döner, Gyros und Pizza ab und zu auf der Speisekarte stünden. Aktuell



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