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Schulen, Kindergärten, Radwege: CDU stellt Kandidaten und Ziele für die Gemeindewahl vor

" Das sind konkrete Dinge, kein Wischi-Waschi"

Auetal (rnk). Der Gemeindeverbandsvorsitzende zeigte sich von seiner flexiblen Seite: Weil Sabrina Gellermann und Ulf Kessler in letzter Minute einen Rückzieher machten und ihre CDU-Kandidatur für den Gemeinderat zurückzogen, bat Friedrich Gärling kurzerhand Michael Rüter zum Gespräch ins Hinterzimmer. Ein paar Minuten später konnte Gärling erfolgreich Vollzug melden: Der Borsteler wird dafür auf der Liste kandidieren.

veröffentlicht am 14.07.2006 um 00:00 Uhr

Hartmut Kuhlmann

Gellermann begründete ihren Rückzug mit einer erst kürzlich erfolgten Zusage über ein Praktikum, das sie Anfang nächsten Jahres für vier Monate nach Hongkong führen wird, Kessler verwies auf seine starke berufliche Belastung. Der Rest war Routine: Einstimmig wurde die Liste abgesegnet. Sie wird vom Bürgermeisterkandidaten Hartmut Kuhlmann angeführt, danach folgt Gärling vor Torben Sven Schmidt und dem Auetaler CDU-Fraktionsvorsitzenden Heinrich-Jürgen Ebeling, Christian Wenthe steht auf Platz fünf, danach folgen Thorsten Niedert, Rüther und Heinz-Jürgen Pätzel. Inhaltlich setzt die CDU auf die Schwerpunkte Jugend, Radwege, Kindergarten und Einsparungen. So sollen generationsübergreifenden Projekte für junge und ältere Menschen mit dem Seniorenbeirat entwickelt werden, das Auetaler Bündnis für Familien unterstützt werden und es soll ein "qualitativ gutes Ganztagsangebot" (Kuhlmann) für die Rehrener Grundschule entwickelt werden. Bei der Diskussion um die Ganztagsschule kritisierte Kuhlmann, dass im Auetal der zweite vor dem ersten Schritt gemacht werde: Statt über bauliche Maßnahmen zu sprechen, sollte besser zunächst einmal ein Betreuungs-Konzept entwickelt und vorgelegt werden. Bisher sei nur ein Mittagessen geplant. Und man müsse nicht unbedingt in der Grundschule in eine neue Küche investieren, meinte der Kathrinhäger: Möglicherweise könne man ja das Essen auch im nahe gelegenen Altenheim einkaufen. Es können nicht schaden, einmal nachzufragen. Die Kooperation zwischen Kindergarten und Schule sei "wichtig", meinte Kuhlmann, sie müsse daher ausgebaut werden. Weiter entwickelt werden müssten auch die Kindergärten, bei Bedarf sollten weitere Gruppen für Kinder zwischen null und drei Jahren angeboten werden. Verstärkt werden sollten auch die Themen "Gesündere Ernährung", "Mehr Bewegung", "Sprachförderung" und "Gewaltprävention" in Kindergärten, Grundschule und Vereinen. Zwei Feuerwehren hätten im Auetal schon den blauen Rock an den Nagel hängen müssen, zur Sicherstellung des Brandschutzes können nicht riskiert werden, dass weitere Wehren folgen würden, betonte Kuhlmann: Die Förderung der Feuerwehren und ihrer Nachwuchsarbeit steht weit oben auf der CDU-Liste. Eine sparsame Politik soll den Gemeindehaushalt konsolidieren - weitere Erläuterungen gab es nicht -, die Kosten sparende Zusammenarbeit mit Gemeinde und Landkreis soll intensiviert werden. Auch zur Alten Molkerei gibt es eine klare Meinung: Der durch Personaleinsparungen "überflüssige und teure" (Kuhlmann) Umzug der Verwaltung in die Alte Molkerei soll verhindert werden, stattdessen sollen die leeren Flächen in der sanierten Molkerei an Gewerbetreibende vermietet werden. Das Argument der Enge im Rathaus gelte nicht mehr, erklärte Kuhlmann: Die Sozialabteilung sei aufgelöst worden, zudem würden einige Mitarbeiter demnächst aus Altersteilzeitgründen ausscheiden. Eine Vermietung der Molkerei-Flächen würde zudem die Einnahmen erhöhen. Umgesetzt werden soll auch das Radwegenetz. Die Neuauflage des Radweges und den Straßenausbau zwischen Rolfshagen und Borstel soll beschleunigt werden, zumal mit dem Freibad ein attraktives Ziel in Rolfshagen mit dem Rad erreichbar sei. Der große Nachteil: Fahrradfahrer schweben vor allem zwischen Borstel und Rolfshagen in latenter Gefahr - die Straße ist schlicht zu schmal, die gefahrenen Geschwindigkeiten sind zu hoch. Eine bessere Homepage soll das Auetalübrigens auch erhalten - und zwar "schnell", wie es im Programm heißt. CDU-Chef Gärling war mit dem Programm für die Gemeindewahl sichtlich zufrieden: "Da setzen wir uns gut gegenüber den Mitbewerber ab. Und es sind konkrete Dinge, über die wir sprechen können. Und nicht so ein Wischi-Waschi."

Geht es nach dem Willen der CDU, scheint für Radler zumindest zw
  • Geht es nach dem Willen der CDU, scheint für Radler zumindest zwischen Borstel und Rolfshagen bald die Sonne. Dort soll endlich ein Radweg gebaut werden. Unser Bild entstand oberhalb Borstels, kurz vor Bernsen. Fotos: rnk

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