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Noch Zeit bis zur nächsten Sonderausstellung: Bad Pyrmont zeigt nie Gezeigtes aus seinem Magazin

Das Schlossmuseum hebt (s)einen Schatz

Bad Pyrmont. Das Museum im Schloss Bad Pyrmont lebt, wenn es um die Besucherzahlen geht, überwiegend von der Qualität der Sonderausstellungen. Bis vor Kurzem liefen noch Schulklassen- und Kindergartengruppen durch die höfischen Prunkräume der Beletage, um die frechen Bilder der Manuela Olten zu den „Echten Kerlen“ und „Wahren Freunden“ zu betrachten. Aber bis zur nächsten Sonderausstellung (Porträts von Marlene Dietrich) bleibt Zeit, um endlich einmal die beachtliche Sammlung der Gemälde, die zum festen Bestand des Museums und des Schlosses gehören, vorzustellen. Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts, die überwiegend ihren Platz im Magazin haben und der Öffentlichkeit fast nie zugänglich sind. Dieser Schatz wird nun gehoben!

veröffentlicht am 18.02.2012 um 03:28 Uhr

Der Tischbeinsaal – ausgestattet mit den wandfesten Gemälden des Johann Heinrich Tischbein d. Ä. zu den Themenkreisen „Musen“ und „Künsten“ aus den Jahren 1777 – wird im Salon des Fürsten ergänzt um ein beachtliches Selbstporträt des Künstlers, um zwei mythologische Themen zur Darstellung der Alkeste aus dem Jahr 1775 sowie um das berühmte Gemälde Tischbeins zum Thema „Der Triumph Hermanns nach seinem Sieg über Varus“. Im Jahre 1758 war dieses Werk als Vorarbeit zu dem großformatigen Gemälde im Schloss Arolsen entstanden. Bemerkenswert ist auch das großformatige Gemälde der Zarin Katharina, der Ehefrau von Zar Peter dem Großen. Beide Gemälde wurden von dem deutschen, in Petersburg tätigen Maler Johann Gottfried Tannauer gefertigt, die 1716 als Geschenk an Fürst Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont überreicht wurden. Das Gemälde von Zar Peter befindet sich in der ständigen Sammlung des Museums, Katharina ist erstmals wieder in den Räumen der Beletage zu bewundern. Weitere Porträts von berühmten Gästen des Bades, darunter auch das Dreiviertel-Porträts des englischen Königs Georg III., der als Welfe aus Hannover ab 1760 auf dem englischen Thron saß, sind nun wieder Teil der öffentlich zugänglichen Gemäldesammlung. Ein hoch bedeutender Gegenspieler des englischen Hofes war der preußische König Friedrich der Große. In einem Kabinett kann man das ganzformatige Bildnis dieses Königs aus der Schule des Antoine Pesne betrachten.

Die Wohnräume des Fürsten wie auch die Wohnräume der Fürstin sind beidseitig durch den Festsaal getrennt. Das Porträt des Fürsten Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont sowie das Porträt von Louise, Fürstin zu Waldeck und Pyrmont, haben ihren Platz oberhalb der Kamine.

Die Gemäldesammlung des Museums im Schloss Bad Pyrmont wird bis zum 28. März dieses Jahres in den Räumen der Beletage ausgestellt. Öffentliche Führungen finden sonntags um 11.15 Uhr statt. Das Museum hat außer montags täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.



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