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Ein Jahr "Schulisches Beratungszentrum" in Obernkirchen / Vier Förderschullehrerinnen bieten Beratungsgespräche an

Das SBZ integriert aggressive und auffällige Schüler

Obernkirchen (clb). Das "Schulische Beratungszentrum" (SBZ) kann sein einjähriges Bestehen feiern - denn so lange gibt es die Einrichtung an der Eilsener Straße in den Räumen der Albert-Schweitzer-Schule nun schon, die von den vier Förderschullehrerinnen Katrin Lippelt, Anne Näfe, Ekaterina Dimitriadou und Sandra Ruppenthal betreut wird.

veröffentlicht am 22.09.2007 um 00:00 Uhr

Die vier Förderschullehrerinnen sind stolz auf ihr einjähriges S

Die Idee zur Gründung eines solches Zentrums, welches von der Landesschulbehörde sowie vom Landkreis Schaumburg unterstützt wird, ist aus der Notwendigkeit heraus entstanden, Schulen wie Lehrkräfte bei dem Umgang mit sozial-emotional schwierigen Schülern zu unterstützen. "Es gab im gesamten Landkreis keine Schule, die sich mit solchen Problemen befasst", erklärt Sandra Ruppenthal, eine der vier Beratungskräfte. Die nächsten Schulen würden sich erst wieder in Hannover befinden und seien meist überfüllt. Eine Arbeitsgruppe von Förderschullehrkräften und Mitarbeitern des Jugendamtes hatte somit ein Konzept für ein Beratungszentrum erarbeitet. Grundlage dieses Zentrums sollte die "Systemische Beratung" sein, worin die Gruppe speziell ausgebildet wurden. Ziel dieser einzigen landkreisweiten Einrichtung ist es, Lehrern wie Eltern zu helfen, die mit verhaltensauffälligen Kindern im sozialen und emotionalen Bereich zu tun haben, die massiv den Unterricht stören und durch ein großes Aggressionspotential auffallen. Und Ziel ist es auch, diese Schüler weiterhin in ihre Klassen zu integrieren. "Der Beratungsprozess beginnt meist mit einer telefonischen Anfrage", erklärt Anne Näfe. Beratungen, bei denen grundsätzlich immer zwei der vier Betreuungskräfte anwesend sind, seien grundsätzlich in allen Konstellationen möglich - in Einzel- oder Gruppengesprächen, mit Eltern und Kind oder Eltern und Lehrer sowie Kind und Lehrer. In solchen Sitzungen wird dann gemeinsam auf Lösungen hingearbeitet. Besonders wichtig sei jedoch die Kooperation aller Beteiligten, ebenso wie das präventive Arbeiten, sind sich die vier Lehrerinnen einig. Deshalb sollten sich "Betroffene" auch so früh wie möglich an das SBZ wenden. Um Problemen rechtzeitig vorzubeugen, liegt der Schwerpunkt auch auf der Arbeit mit Grund- und Hauptschülern. Neu hinzugekommen ist jetzt auch die Hilfestellungbei IGS-Schülern bis zur sechsten Klasse. Gespräche können entweder im Beratungszentrum selbst, auch in den Schulen stattfinden. Außerdem bieten die vier Lehrerinnen Unterrichtsbesuche an. Alle Beratungen sind kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht. Rund 25 bis 30 Fälle - über den gesamten Landkreis verteilt - haben die Förderschullehrinnen innerhalb des letzten halben Jahres betreut, die Zeit davor wurde zum Einrichten der Räume und für die Planung der bevorstehenden Arbeit benötigt. Wie lange der Beratungsprozess andauert, ist jedoch unterschiedlich. "Bei manchen hilft schon ein einzelnes Gespräch, bei anderen sind mehrere Sitzungen erforderlich", erklärt Anne Näfe. Eine generelle Aussage könne man jedoch nicht machen. Um sich kontinuierlich weiterzubilden und zu neuen Methoden, Erkenntnissen und Ideen zu gelangen, nehmen die vier Lehrerinnen an einer dreijährigen Weiterbildung teil, die an sieben Wochenenden im Jahr stattfindet. Kontakt: Beim SBZ sind mittwochs zwischen 13.30 und 14.30 Uhr Katrin Lippelt sowie Anne Näfe für den nördlichen Bereich des Landkreises telefonisch unter (05724) 9589912 bzw. -13 erreichbar. Donnerstags können Ekaterina Dimitriadou und Sandra Ruppenthal für den südlichen Bereich Schaumburgs zwischen 12 und 13 Uhr unter (05724) 958914 wie -15 kontaktiert werden.



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