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124 Meter Fußgängerzone und eine Frage: Soll die Friedrich-Ebert-Straße in eine Richtung geöffnet werden?

"Das nimmt die ganze Ruhe wieder raus"

Obernkirchen (rnk). Der Vorschlag der Zukunftswerkstatt Innenstadt, die Friedrich-Ebert-Straße in eine Richtung zu öffnen, hat die Politik erreicht. Offizielle Ergebnisse gibt es noch nicht, aber es gibt Tendenzen. So spricht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Mevert deutlich gegen eine Öffnung in Richtung Rathaus für Autofahrer aus.

veröffentlicht am 22.02.2008 um 00:00 Uhr

Zweimal die Woche ist Markt: Würde die Friedrich-Ebert-Straße ge

"Wir haben noch nicht beraten", erklärt Horst Sassenberg für die CDU/WGO-Gruppe, im Moment würden sich alle politischen Debatten nur um den zu verabschiedenden Haushalt drehen. Aber Sassenberg macht aus seiner generellen Skepsis kein Hehl: Immerhin sei in der Vergangenheit immer wieder die Frage aufgetaucht, ob die 124 Meter langeFußgängerzone wieder geöffnet werden muss. "Die Hauptursache" für die strukturellen Probleme in der Innenstadt sei sie nicht, meint Sassenberg und verweist auf die vielen naheliegenden und kostenlosen Parkplätze. Auch die Gruppe von Grünen und WIR hat das Thema noch nicht beraten, teile Thomas Stübke von den Grünen mit. Mit der Aufhebung des Durchfahrtsverbotes "würde man die ganze Ruhe aus diesem Bereich herausnehmen", erklärt SPD-Frakionsvorsitzender Wilhelm Mevert. Und: Auch der Wochenmarkt müsste verlegt werden. Mevert kann im Vorschlag wenig bis gar keinen Sinn entdecken. Als man vor 20 Jahren die Fußgängerzone eingerichtet habe, da habe es immerhin noch deutlich mehr Geschäfte in diesem Bereich gegeben, auch der Aldi habe damals noch dort seinen Platz gehabt. "Und heute?", fragt Mevert: "Heute sind die Geschäfte alle raus." Für wen solle man daher die Friedrich-Ebert-Straße wieder aufmachen, wenn auch nur in einer Richtung? Allerdings, so Mevert, habe auch die SPD das Thema in der Fraktion noch nicht beraten. Dort dürfte es einiges zu diskutieren geben, denn Vehlens Ortsvorsteher Werner Harder hatte auf der Jahreshauptversammlung genau dies gefordert: eine Einbahnstraßenregelung für die Fußgängerzone. Harder ist Mitglied der SPD-Ratsfraktion.



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