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Wunschzettel: Vorträge und Reiseberichte stehen ganz oben

Das kirchliche Projekt "60 plus" hat Fuß gefasst

Obernkirchen (sig). Als die evangelische Kirchengemeinde zum ersten Mal alle Einwohner, dieüber 60 Jahre alt sind, in die "Rote Schule" eingeladen hatte, platzte der Saal aus allen Nähten. 140 Frauen und Männer hatten sich angesprochen gefühlt. Beim zweiten Treffen waren etliche davon wohl wegen des schönen Wetters daheim geblieben. Aber immerhin präsentierte sich der Raum noch gutgefüllt, so dass mit Recht gesagt werden kann: Das Projekt hat Zukunft.

veröffentlicht am 02.06.2008 um 00:00 Uhr

"Offensichtlich ist bei der Mehrzahl doch eine gesunde Neugier darüber geblieben, welche Inhalte wir in der nächsten Zeit zu bieten haben", erklärte Pastor Herbert Schwiegk unserer Zeitung. Beim ersten Zusammensein wurden nämlich Fragebogen verteilt, die im Kern eine erschöpfende Antwort auf die Frage bringen sollten: "Welche Themen sollen behandelt werden?"Schwiegk: "Sehr viele wünschten sich Vorträge zu interessanten Themen sowie Reiseberichte. Aber auch aktuelle Ereignisse und Anliegen sollen nicht ausgeklammert werden. Das mit den Reiseberichten müssen wir noch etwas hinausschieben. Dafür ist es jetzt noch zu hell. Aber bis zum August-Treffen haben wir die erforderlichen Rollos zum Abdunkeln der Fenster beschafft. Wir streben die gleiche Lösung an wie im kleinen Sitzungssaal." Natürlich wollte der Seelsorger die Zusammenkunft am Mittwoch auch nutzen, um über die Ergebnisse des "Wunschzettels" zu berichten. Er ließ unter anderem verlauten, dass er mehrere Vorträge zu bieten habe. Das sei zum einen ein Reisebericht über die ehemalige Sowjetunion. Außerdem könne er über sein vierwöchiges Industriepraktikum bei der Glasfabrik Heye sprechen, das er ablegte, als die Firma noch nicht zu Ardagh-Gruppe gehörte. Die Folge: Seither kommen bei ihm und in seinem Umfeld keine Plastikflaschen mehr zum Einsatz. Renate Werner, die zu der kirchlichen Arbeitsgruppe gehört, die sich um das Projekt "60 plus" kümmert, schlug einen Bericht über die Hospizgruppe Obernkirchen-Auetal vor. Auch Informationen über die persönliche Patientenverfügung seien weiterhin wichtig, weil dieses Thema noch immer nicht genügend Gehör gefunden habe. Viel versprechend ist auchdas Vorhaben, den Bückeburger Gefängnisseelsorger um einen Vortrag zu bitten. Die Basis für die Aktion "60 plus" wird offensichtlich immer breiter. Kürzlich haben sich Dagmar Oberheide und Inge Bödeker zur Mitarbeit bereit erklärt. Außerdem gehören diesem Gremium noch Ingelore Schöttelndreier, Ingrid Scharpe und Brigitte Zechiel an. Auffällig, dass offensichtlich nur Frauen bereit sind, sich solchen Aufgaben zu widmen, sieht man einmal von der Leitungsfunktion des Theologen ab. Noch vor dem Beginn der Kaffeetafel wurden gemeinsam einige bekannte Weisen angestimmt. Zum Beispiel "Geh` aus mein Herz", "Schön ist die Jugendzeit" und "Kein schöner Land in dieser Zeit". Die Organistin Regina Ackmann begleitete den vielstimmigen Chor. Bis auf weiteres gibt es pro Quartal nur eine Zusammenkunft, und zwar immer am letzten Mittwoch in der Mitte eines Quartals. Ein origineller Termin, aber er scheint seinen Platz im Terminkalender der Obernkirchener Senioren gefunden zu haben.

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