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Luisa Bosse engagiert sich als Wahlhelferin / Sorgfalt geht vor Schnelligkeit

„Das ist für mich eine Bürgerpflicht“

HAMELN. Luisa Bosse ist 22 und hat sich für die Landtagswahl am kommenden Sonntag als Wahlhelferin gemeldet. Eine Aufgabe, die sie nicht zum ersten Mal übernommen hat. „Ich war schon bei der Kommunalwahl und bei der Bundestagswahl als Helferin dabei“, erklärt sie. „Erst als Beisitzerin, jetzt als stellvertretenden Schriftführerin.“

veröffentlicht am 11.10.2017 um 12:51 Uhr
aktualisiert am 11.10.2017 um 17:00 Uhr

Am Sonntag heißt es wieder: Wahlurnen ausleeren und Stimmen zählen. In den Wahllokalten sorgen erneut ehrenamtliche Wahlhelfer dafür, dass alles reibungslos über die Bühne geht Foto: Dana
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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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Wenn es das Recht zu wählen gibt, dann sei es Ehrensache, als Wahlhelfer anzutreten, meint Luisa Bosse. „Das ist für mich eine Bürgerpflicht.“ Dass die ehrenamtlichen Wahlhelfer der Dreh- und Angelpunkt jeder demokratischen Wahl sind, meint auch der Pressesprecher der Stadt, Thomas Wahmes. Luisa Bosse bestätigt, dass das Helferamt beileibe keine langweilige Tätigkeit ist. „Da trifft man mitunter Leute, die man lange nicht gesehen hat, führt viele interessante Gespräche. Nicht nur über Politik, sondern eben auch mal Klatsch und Tratsch.“

Die Entlohnung ist gesetzlich penibel geregelt. Thomas Wahmes: „Vorgeschrieben sind für die Bundes- und die Landtagswahl für die Wahlvorsteher/Innen ein Erfrischungsgeld in Höhe von 35 Euro und für die Schriftführer/Innen, Stellvertreter/Innen und Beisitzer/Innen 25 Euro. Die Stadt zahlt freiwillig auch den Schriftführer/Innen eine Entschädigung von 35 Euro. Zudem wurde seit der letzten Bundestagswahl 2013 das gesetzliche Erfrischungsgeld von 21 Euro für alle Wahlvorstandsmitglieder auf die oben genannten Beträge angehoben. Damit hat der Gesetzgeber einen kleinen Anreiz geschaffen“.

Luisa Bosse sieht das mit einem Lächeln. „Wir geben das bei uns alle in einen Topf“, sagt sie. In ihrem Wahllokal wird in zwei Schichten gearbeitet. Was aber, wenn ein Wähler auf den allerletzten Drücker kurz vor oder gar nach 18 Uhr erscheint? „Die Schlange, die sich dann vielleicht noch gebildet hat, die wird abgearbeitet, aber sobald die Urne vom Wahlvorstand geöffnet worden ist, geht nichts mehr.“ Ab 18 Uhr ist höchste Konzentration gefragt. Die verschiedenen Häufchen werden durchgezählt, mehrfach sorgfältig kontrolliert und protokolliert. „Das ist anstrengend, denn hier geht Sorgfalt vor Schnelligkeit.“ Dennoch freut sich Luisa schon aufs kommende Wochenende.

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Nach Auskunft der stellvertretenden Kreiswahlleiterin Ines Manzau sind alle Wahlvorstände mittlerweile besetzt. „Gerne können sich aber noch Freiwillige bei uns melden, die wir dann als mögliche Ersatzhelfer registrieren“, so Manzau. Ansprechpartner ist hierfür Martina Tischler, die unter der Telefonnummer 05151/ 202-1474 erreichbar ist.

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