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Positive Prognose für 2009 / Überschuss des Aromenherstellers rutscht 2008 um sieben Prozent auf 90,4 Millionen Euro

Das ist dufte - Symrise verspricht Wachstum trotz Krise

Holzminden (rtr). Der Duft- und Aromenhersteller Symrise wächst trotz der Wirtschaftskrise. Nach einem leichten Umsatzplus 2008 stellt das Management auch für das laufende und das kommende Jahr Steigerungen in Aussicht. Das Unternehmen aus Holzminden profitiert von einem weltweit stabilen Absatz von Konsumgüterartikeln wie Shampoos, für die Symrise die Duftstoffe produziert.

veröffentlicht am 04.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hohe Rohstoffkosten und eine rückläufige Nachfrage nach Substanzen für Luxus-Parfums drückten allerdings den Gewinn. Trotzdem sollen die Aktionäre eine Dividende in unveränderter Höhe erhalten. An der Börse sprang der Symrise-Aktienkurs zeitweise um mehr als 17 Prozent nach oben. „Wir haben uns gut gehalten 2008“, sagte Vorstandschef Gerold Linzbach gestern in Frankfurt.

Als die Dimensionen und Konsequenzen der Wirtschaftskrise im zweiten Halbjahr immer deutlicher hervortraten, wurde das Order- und Inventarverhalten unserer Kunden zunehmend vorsichtig“, ergänzte er. Der Konzernumsatz legte im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro zu – währungsbereinigt ein Plus von 6,5 Prozent. 2009 will Symrise erneut stärker wachsen als der Markt: ohne die Zukäufe aus dem Jahr 2008 um währungsbereinigt ein bis drei Prozent, die Übernahmen eingerechnet um fünf bis sieben Prozent. Auch dieses Jahr sei Symrise für Zukäufe offen, machte Linzbach deutlich. Für 2010 peilt Symrise ein währungsbereinigtes Wachstum von drei bis fünf Prozent an. „Dabei erwarten wir eine entsprechende Verbesserung unserer Margen und unseres Betriebsergebnisses“, erklärte der Konzern. Linzbach wird das Unternehmen im Oktober verlassen.

Im vergangenen Jahr sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um vier Prozent auf 262,5 Millionen Euro, die operative Umsatzrendite fiel damit auf 19,9 (2007: 21,3) Prozent. Der Jahresüberschuss rutschte um sieben Prozent auf 90,4 Millionen Euro. Eine konkrete Gewinnprognose für 2009 wagte das Management nicht. „Der Trend mit schwankenden Ergebnissen hat sich auch im Januar und Februar fortgesetzt“, erläuterte Linzbach. Er erwarte, dass die Geschäftslage im ersten Halbjahr schwächer sein werde als vor Jahresfrist.

Symrise ist der weltweit viertgrößte Anbieter von Duft- und Aromen- und kosmetischen Wirkstoffen. Kunden sind etwa der französische Luxusgüterhersteller Christian Dior, der Konsumgüterriese Procter & Gamble und der Lebensmittelkonzern Nestle.

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