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Heimatverein Kleinenbremen empfängt 50-köpfige Delegation aus Estland

Das Hoffen auf EU-Unterstützung eint die Besucher und ihre Gastgeber

Kleinenbremen (ly). Hartingsche Mühle, Meierhof-Backhaus, geplanter Energiepfad, Mönkhoff-Mühle: Sichtlich beeindruckt hat sich eine 50-köpfige Gästegruppe aus Viljandi (Estland) von Kleinenbremens Sehenswürdigkeiten sowie dem Engagement des örtlichen Heimatvereins gezeigt. Hintergrund dieses Besuches war das Bemühen beider Seiten um Mittel aus dem EU-Förderprogramm "Leader plus".

veröffentlicht am 23.05.2007 um 00:00 Uhr

Die Mönkhoffsche Wassermühle und andere Kleinenbremer Sehenswürd

Ergebnis des Erfahrungsaustausches: Viljandi und das heimische Bündnis ländlicher Raum, dessen Geschäftsstelle im Mindener Kreishaus angesiedelt ist, erwägen eine Zusammenarbeit in weiteren Projekten. Eins gibt es bereits: "Herrenhäuser und ihre Parks". Gesprochen wurde in diesem Zusammenhang auch über den Entwurf eines Kooperationsvertrages. Minden-Lübbecke und der Kreis Viljandi unterhalten seit vielen Jahren eine Partnerschaft. Bei der estnischen Delegation handelte es sich um Politiker, Unternehmer und andere Entscheidungsträger aus zwei "Leader"-Regionen. Betreut wurden die Besucher von Hermann Stich, Heino Heine, Walter Kunz und Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins. Für ihre ehrgeizigen Projekte hoffen die Kleinenbremer auf EU-Unterstützung. Noch in diesem Jahr beginnt eine neue Förderperiode. Von Kooperationen verspricht sich Rainer Riemenschneider, Geschäftsführer des Bündnisses, strategische Vorteile bei der Bewerbung. "Kooperation mit anderen Ländern ist bei der Auswahl ein wichtiges Kriterium", verweist er auf den "europäischen Gedanken". Zuletzt hatte das Bündnis, dem mehr als 100 Vereine, Verbände und Institutionen angehören, für 45 Projekte im Mühlenkreis zwei Millionen Euro bewilligt bekommen. Nach eigenen regionalen Kriterien wird entschieden, wer davon in Minden-Lübbecke Geld erhält. Der Heimatverein hat gleich mehrere Projekte. So entsteht in der Mönkhoffschen Wassermühle neben dem mühlentechnischen Teil inklusive Turbine eine Energie- und Kulturwerkstatt plus musealer Ausstellung. Parallel dazu wird das Meierhof-Backhaus nach dem Umzug in die Ortsmitte innen und außen wieder aufgebaut. Und dann wäre da noch der geplante Energiepfad entlang des Mühlenbaches.



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