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Das Handeln an den Tatsachen orientieren

Liest man die Berichterstattung intensiver, muss man zur Erkenntnis kommen, dass die Entscheider der umzusetzenden Maßnahmen zur Verhinderung der Ansteckungsketten des Corona-Virus glauben, in Deutschland, heruntergebrochen auf den Landkreis Hameln-Pyrmont, leben nur Bürger, die nicht mündig sind und von Hygiene im Leben noch nichts gehört haben.

veröffentlicht am 13.05.2020 um 16:30 Uhr

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Zu: „Lockerungen für Kirchen, Spielplätze und Museen“, vom 2. Mai

Des Weiteren bekommt man das Gefühl, dass die in Verbänden organisierten Mitglieder am meisten wieder gelockerte Maßnahmen erfahren dürfen, die im Vorsitz ihrer Organisation starke Lobbyisten haben. Wie sonst kann man erklären, dass wir im Landkreis Hameln-Pyrmont bei ca. 122 000 Einwohnern, per 1. Mai 2020, in Summe vom 1. März 2020 an gerechnet, 130 infizierte Bürger hatten, wovon 94 genesen und leider 10 im meist betagten Alter verstorben sind. Also per Saldo 26 Patienten, die sich noch in Behandlung befinden. Und daraus ableitend ein ganzer Wirtschaftskreis von Kleinunternehmern das Existenzminimum entzogen wird.

Hier ein klassisches Beispiel: Es gibt auf der Baustraße einen Fußpflegesalon, der pro Tag ca. 8 bis 10 Termine vergibt. Das bedeutet, dass sich nie mehr als ein Kunde im Behandlungsraum befindet. Die Fußpflegerin sitzt immer mindestens 1,50 Meter vom ansteckungsmöglichen Herd bei ihrer Behandlung entfernt. Der nächste Kunde, der einen Termin vereinbart hat, ist bei Beendigung der Behandlung meist noch nicht da oder sitzt im großzügig vorgelagerten Warteraum. Warum diese Einzelkämpferin seit ca. zwei Monaten nicht arbeiten darf, sollte mal jemand der Entscheider erklären.

Die Hygienevorschriften sind bisher schon eingehalten worden. Nur der Kunde müsste noch eine Maske tragen. Dann wäre es perfekt. Mehr regionales Denken und tatsachenbezogenes Handeln könnte vielen Unternehmen helfen, die Krise besser zu überstehen.



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