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Großer Festumzug holt in Tallensen-Echtorf die Erntekrone ab / 19 Festwagen / Disco für Dorfjugend am Freitag

"Das haben wir in der Pickerecke noch nicht gehabt"

Tallensen-Echtorf (mw). Das Erntefest in Tallensen-Echtorf kann als Erfolg verbucht werden. Allein mehr als 200 Umzugsteilnehmer mit insgesamt 19 Festwagen haben am Sonntag die Erntekrone beim Erntebauernpaar Gunhild und Klaus Feldhaus abgeholt. Auch beim Tanzabend am Sonnabend und der Disco am Freitagabend ist "die Party richtig abgegangen".

veröffentlicht am 05.08.2008 um 00:00 Uhr

In Tallensen-Echtorf wird die Tradition hochgehalten.

"Also wirklich wahr, das haben wir in der Pickerecke noch nicht gehabt", freute sich der Erntebauer Klaus Feldhaus. Zwar habe es dort schon einmal einen Erntebauern gegeben, aber nicht so viele Tanzkreise. Sein kleiner Garagenvorplatz reichte bei weitem nicht aus, die mehr als 200 Festumzügler aufzunehmen, von denen der Großteil auf der Straße feiern musste. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Zur Musik der Schaumburger Trachtenkapelle führten die großen und kleinen Trachtentänzer traditionelle Volkstänze wie etwa die "Windmühle" und die "Obernkirchener Tampete" auf. Mit "sehr schön" beschrieb Gunhild Feldhaus das Gefühl, Erntebäuerin zu sein. Nach 20 Jahren trage sie das erste Mal wieder eine Tracht. "Das ist doch klasse." Mit der Erntekrone im Gepäck fuhr der aus 19 Erntewagen bestehende Umzug schließlich wieder zum Festzelt am Feuerwehrgerätehaus Tallensen, wo weiter gefeiert wurde. Als Publikumsmagnet erwies sich die Achtziger-Jahre-Disco mit DJ Passenger am Freitagabend. Hunderte, meist junge Besucher sorgten für ein "volles Haus", wobei aber nur ein paar Gäste dem Motto entsprechend gekleidet waren. Stilecht traten Jörn Wittkugel (38, Echtorf) und Regina Benecke (44, Hespe) auf: Er im "Miami Vice"-Look mit Sakko, buntem Hemd, weißer Hose, weißen Schuhen und Sonnenbrille, sie im schwarzen Overall mit großen Schulterpolstern und "Vo-ku-hi-la"-Perücke (vorne kurzes, hinten langes Haar). "Ich hab wirklich Spaß daran", verriet Wittkugel. "Wenn man eine Motto-Party macht, zieht man sich auch so an." "Das war ja meine Zeit", ergänzte Benecke. "Ich glaube, viele trauen sich nicht, mit Achtziger-Klamotten zu kommen", meinte Sören Harting (20, Echtorf). Da er dies geahnt habe, wäre er selber auch dann nicht in solch einer Aufmachung gekommen, wenn er die passende Kleidung gehabt hätte. Die Musik der achtziger Jahre sei indes seine "Lieblingsmusik". Bei dem Motto könne man sicher sein, dass kein Techno und kein Hip-Hop aufgelegt wird, sagte Jörn Malsch (30, Müsingen). Tanzen würde er in nüchternem Zustand jedoch nur mit seiner Schwester, fügte er schmunzelnd hinzu. Die Gelegenheit dazu hatte er möglicherweise auch am Sonnabend, als nämlich "Tanz im Festzelt" zur Musik der Band Incognito auf dem Programm stand.



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