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Weihnachtsschmuck: Masten mit Holzkeilen / Politiker wollen stabile und innovative Lösung

"Das habe ich noch in keiner Stadt gesehen..."

Bad Nenndorf (rwe). Weihnachtsketten bringen wieder Licht in die Kurstadt. Doch die Beleuchtung zum Advent bringt die Ratspolitiker ins Grübeln. Denn die zum Teil schon krummen Masten in Kurhausstraße, Hauptstraße und Am Thermalbad sind gar nicht für den Zweck ausgelegt. Die Politik sucht nun eine dauerhafte Lösung. Die würde die Stadt aber mehr als 50 000 Euro kosten.

veröffentlicht am 28.11.2007 um 00:00 Uhr

Oben hui, unten pfui: Mit Holzkeilen sind die Masten für die Bad

An vielen Standorten werden die Kabel für die Weihnachtsketten an rund vier Meter hohen Stahlmasten befestigt. Da diese im Laufe des übrigen Jahres nicht gebraucht werden, müssen die meisten der insgesamt 40 Stangen jedes Jahr auf- und wieder abgebaut werden. Ein teures Unterfangen, denn dem Bauhof fehlt dafür die Ausrüstung. Bisher sind nur die Masten auf der Bahnhofstraße fest in einem Fundament verankert. In den anderen Straßen stecken die etwa 15 Zentimeter dicken Stangen in ein Meter tiefen Hülsen, die aber in vielen Fällen einige Zentimeter zu weit sind. So müssen die Arbeiter die Masten am Boden zusätzlich mit Splitt und Holzkeilen befestigen. Auf insgesamt 15 000 Euro beziffert die Stadtverwaltung die Kosten für den Aufbau, für den Abbau sei mit einem vergleichbaren Betrag zu rechnen. Sie rät eher dazu, gut ein Drittel der Masten zu erneuern und künftig alle komplett fest im Boden zu verankern. Das würde die Stadt etwa 56 000 Euro kosten. Der Betrag würde sich jedoch - verglichen mit der mobilen Lösung - nach zwei Jahren rentieren, rechnet die Verwaltung vor. Doch so weit ist die Politik noch nicht. Einig war sich der Fremdenverkehrsausschuss aber darin, die Situation zu verbessern. "Das habe ich noch in keiner anderen Stadt gesehen, das kann so nicht bleiben", forderte Gudrun Olk (SPD) mit Blick auf die Holzkeile in den Bodenhülsen. Sie würde die Masten gerne innerhalb von ein bis zwei Jahren austauschen. Die Stadt sollte sich innovativ zeigen, forderte sie. Als "nicht günstig für das Ortsbild", bewertete auch Silke Busche das System. Die Chefin der Kur- und Tourismusgesellschaft riet zu einem kompletten Weihnachts- und Beleuchtungskonzept für Bad Nenndorf. Bei einer dauerhaften Lösung müsse der Rat überlegen, wie sich die Masten das Jahr über bestücken ließen, beispielsweise durch Fahnen. Fritz Varwig (SPD), Vorsitzender des Ausschusses, regte einen Ausflug an, um sich andernorts Beispiele anzusehen. "Auf eigene Kosten, versteht sich." Hauptamtsleiter Heinrich Bremer empfahl, zunächst einen Grundbetrag in den Haushalt für 2008 zu nehmen und sich dann im Frühjahr umzuschauen. So könne die Stadt flexibel reagieren und tätig werden. Auch Ralph Tegtmeier (SPD) regte an, eine überschlägig errechnete Zahl in den Etat einzustellen. Für ihn hängt eine Lösung vom Konzept für die Innenstadt ab. Ähnlich sah es auch Cornelia Jäger (CDU). In die zukunftsträchtige Lösung sollten alle Dinge einfließen. Die weitere Beratung erfolgt nun in den Fraktionen. Gudrun Olk schlug dazu vor, Geld zu bewilligen und so ein Zeichen zu setzen, "dass etwas passieren muss". Eine Summe legten die Mitglieder aber nicht fest. Das soll der Verwaltungsausschussübernehmen, beschlossen sie einstimmig.



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