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Kleinenbremen startet "Zukunftsinitiative Touristik" / Lichte: Jobs schaffen

Das Gold-Dorf will jetzt profitieren

Kleinenbremen (ly). Sehenswürdigkeiten hat Kleinenbremen reichlich zu bieten. Hinzu kommt ein hoher Bekanntheitsgrad als prämiertes Gold-Dorf. Nun soll sich dies auch wirtschaftlich bezahlt machen. Ideen erwartet man von der "Zukunftsinitiative Touristik". Zur Auftaktveranstaltung lädt der Bezirksausschuss alle Kleinenbremer und Wülpker für Freitag, 21. April, um 19.30 Uhr in die Gaststätte "Zur schönen Aussicht" ein. Im Kern geht es darum, wie Angebote für Touristen effektiver gestaltet werden können, um davon zu profitieren.

veröffentlicht am 03.04.2006 um 00:00 Uhr

Lockt jedes Jahr zehntausende von Gästen: Das Besucherbergwerk s

Walter Kunz vom Vorstand des Heimatvereins Kleinenbremen hofft, dass sich noch am Abend ein Arbeitskreis bildet. "Wir wollen neue Arbeitsplätze schaffen, möglichst mit Leuten aus dem Ort", nennt Dieter Lichte, Mitglied im Bezirksausschuss, das wichtigste Ziel des kommerziellen Vorstoßes. Im Sog des zunehmenden Fremdenverkehrs sehen Lichte und seine Mitstreiter nämlich Raum für Firmengründungen, Ich-AGs oder Nebenjobs. Allein Besucherbergwerk und Bergbaumuseum locken jedes Jahr zehntausende von Gästen nach Kleinenbremen. Busunternehmen fragen nach Tagesprogrammen, immer mehr Gruppen interessieren sich auch für die anderen Attraktionen, welche zum Teil noch im Bau sind. Als da wären: Mönkhoff-Mühle, Energiesiedlung, Mühlenpatt, Meierhof-Backhaus, Hartingsche Mühle. "Bisher ist es uns nicht gelungen, diese steigende Nachfrage auch nur annähernd zu befriedigen oder gar wirtschaftlich zu nutzen", heißt es in der Einladung zur Auftaktveranstaltung, die demnächst verteilt wird. Schluss damit, Touristen sollen in Zukunft intensiv betreut werden. Als sicher gilt, dass ehrenamtliche Helfer, die bisher im Einsatz waren, fortan schlicht überfordert sind. "Es wird erforderlich, bezahlte Kräfte einzusetzen bzw. private Initiativen zu nutzen." Warum soll ins Meierhof-Backhaus nach dessen Fertigstellung kein Café einziehen? Oder ein Dorfladen? Und warum soll die Hartingsche Mühle nicht jedes Wochenende für Besucher offen stehen? Mehr noch: "Wenn es richtig läuft, müssen beide Wassermühlen und das Backhaus ständig geöffnet sein", fordert Lichte. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Zuerst muss der Mangel beseitigt werden. Was fehlt, haben die Initiatoren schon einmal aufgelistet: Fremdenzimmer, Führungen und Fahrradtouren etwa, Grillmöglichkeiten, ein Heuhotel oder ein Souvenirladen, um nur einige Beispiele zu nennen. Koordinieren soll die Angebote ein Touristik-Büro, natürlich vor Ort. "Über dieses Büro würden dann die Teams aktiviert", so Walter Kunz. Broschüren könnten vom Fremdenverkehrsamt der Stadt verteilt werden. Berührungsängste gibt es nicht. "Wir werden uns nicht abschotten, sondern den Kontakt zu unseren Nachbargemeinden wie Bückeburg oder Rinteln suchen", sagt Rainer Besser, Ratsherr und Mitglied im Bezirksausschuss. Noch liegt viel Arbeit vor den Kleinenbremern. Walter Kunz, Projektleiter Mönkhoff-Mühle, geht davon aus, dass der mühlentechnische Teil mit Turbine und Mahlwerk Pfingsten eröffnet wird. 2007 soll das angrenzende Museum folgen, geplant in der früheren Müllerwohnung, ebenso eventuell der "Erlebnispfad Mühlenpatt". Mit der Einweihung des Meierhof-Backhauses wird dagegen bereits für Spätsommer dieses Jahres gerechnet. Lichte: "Es muss Leben in die Bude."

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