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Jugendfeuerwehr engagiert sich: Sammelwochen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Das Geld fehlt: Immer weniger Spenden

Obernkirchen (rnk). Wie es sich für einen Schirmherrn gehört, zückt Bürgermeister Oliver Schäfer seine Brieftasche und spendet einen Schein: Die öffentliche Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird in diesem Jahr vom 12. bis zum 25. November durchgeführt. Von Tür zu Tür werden Mitglieder der Jugendfeuerwehr sammeln.

veröffentlicht am 31.10.2007 um 00:00 Uhr

Noch ist alles weiß: Auf die Bögen werden die Namen der Spender

Die demonstrative Spende und dieöffentliche Vorstellung der jugendlichen Sammler sollen auch einen Trend der letzten Jahre stoppen oder besser noch umkehren: Es wird immer weniger gespendet. Häufig werde bei als Weigerungsgrund der fehlende Ausweis angegeben, erklärt ein Jugendlicher. Denn einen offiziellen Pass, mit Lichtbild, haben die Jugendlichen nicht: Sie besitzen ein Schriftstück der Stadt Obernkirchen, aus dem hervorgeht, warum sie sammeln, zudem werden sie durch ihre Feuerwehruniform ausgewiesen: "Oft ist der fehlenden Ausweis aber nur ein Grund, nichts geben zu müssen", vermutet ein Jugendlicher, der schon einige Jahre sammelt. Die Jugendlichen selbst erhalten fürihren Einsatz zehn Prozent der gesammelten Summe. Der 18. November als zentraler Gedenktag sei kein staatlich verordnetes Gedenken, schon gar kein Heldengedenktag, sondern die Einladung an alle, sich der millionenfachen Toten der Kriege zu erinnern, hatten der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff und Rolf Wernstedt als Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in ihrem Aufruf betont. Beide verwiesen dabei auf die Aussöhnung von Deutschen und Polen, die sich auch über die Gräben von Millionen unschuldiger Menschen hinweg vollziehe. Die Zukunft könne nur gelingen, wenn man sich der "schrecklichen Geschichte" bewusst sei, die Deutschland mit Polen verbinde. In Niedersachsen würden sich Städten und Gemeinden um die Gräber polnischer Zwangsarbeiter und Soldaten kümmern, und dafür sorgen, dass die Würde der Toten gewahrt bleibe und die Erinnerung an die vielen Schrecken des 2. Weltkrieges nicht verblasse.

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