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Das Fenster zur Welt

veröffentlicht am 20.06.2015 um 06:00 Uhr

„In der Zeitung steht immer viel Spannendes“, sagt eine Schülerin, die an dem Projekt „Zeitung in der Grundschule“ teilnimmt. Ein anderer Grundschüler erklärt: „Ich bin immer gespannt auf den Sportteil und schaue, ob ich etwas über Bogenschießen finde.“ Wieder ein anderer meint „Ich schaue jeden Tag, ob ich etwas über Tiere und über Katzen finde“ und ein Mitschüler erklärt, dass er alles über Politik sammelt.

So abwechslungsreich wie ihre Inhalte, so vielfältig sind offensichtlich die Interessen, mit denen Grundschüler einer Tageszeitung begegnen. Nur eine Antwort war nie zu hören: dass die Dewezet und ihre Themen nur etwas für Erwachsene ist. Wer das behauptet, tut nicht nur der Zeitung unrecht – er unterschätzt vor allem ihre jüngsten Leser.

Zum vierten Mal in Folge haben die Dewezet und die Sparkasse Weserbergland das Projekt „Zeitung in der Grundschule“ aufgelegt. Rund 674 Grundschülerinnen und -schüler haben an dem Projekt in diesem Jahr teilgenommen. Sie alle haben eindrucksvoll das Vorurteil widerlegt, zu jung zum Zeitungslesen zu sein. Unter den Dritt- und Viertklässlern hat jeder seinen eigenen Zugang, seine spezifische Form der Lektüre und seine Lieblingsthemen entdeckt – anders als die der „Großen“, aber deshalb keine schlechteren.

Durch Zeitungslesen stoßen Kinder ein Fenster zur Welt auf. Sie lernen, die Welt zu begreifen. Darum geht es vor allem im ZiG-Projekt: um den frühen Erwerb von „Lesekompetenz“, das richtige Erfassen, Verstehen und Einordnen von Informationen. In unserer Mediengesellschaft ist Lesekompetenz eine der elementaren Qualifikationen, die andere Bildungserfolge erst ermöglicht. Wer heute Informationen schnell entschlüsseln und verarbeiten kann, kommt besser zurecht als jemand, der diese Fähigkeit nicht besitzt.

Tägliche Zeitungslektüre ist dafür ein ideales Training. Zumal die Schüler die Dewezet nicht nur gelesen, sondern auch „gemacht“ haben: Als Kinderreporter haben die ZiG-Teilnehmer den Wald erforscht, Polizei, Feuerwehr und Krankenhaus besucht und hinter die Kulissen des Kinos geschaut. Davon und über vieles mehr lesen Sie in dieser Sonderveröffentlichung. Außerdem finden Sie hier Fotos der großen Abschlussveranstaltung an der Hochzeitshausterrasse und Beispiele für die Langzeitprojekte, an denen die Schüler gearbeitet haben. Einige haben die Wettervorhersage ausgewertet, andere Artikel über Tiere ganz genau untersucht, wieder andere haben Geburts-, aber auch Todesanzeigen unter die Lupe genommen.

Drei Monate haben 33 Klassen in 18 Grundschulen am Projekt teilgenommen. Sie haben mit Leben erfüllt, was vom IZOP-Institut in Aachen als möglicher pädagogischer Rahmen abgesteckt worden war. Vor allem den beteiligten Lehrern sei an dieser Stelle gedankt – für ihre Aufgeschlossenheit, ihre Mühe und ihren Mut, neue Wege im Unterricht zu beschreiten. Großer Dank gebührt schlussendlich unserem Projektpartner, der Sparkasse Weserbergland. Ohne diesen starken Partner an der Seite, das sei hier betont, hätte sich das Projekt kaum in die Tat umsetzen lassen

Frank Werner, Chefredakteur der Deister- und Weserzeitung.

Dewezet-Chefredakteur Frank Werner weiß, dass Zeitunglesen nicht nur etwas für Erwachsene ist.



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