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Sechste Grenzlandschau zum Jubiläum der Geflügelzüchter/ Enormen Aufschwung genommen

Das Federvieh drängt sich dicht an dicht

Berenbusch (jp). Mit seiner sechsten Grenzlandschau hat der Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg den Bogen der Jubiläumsveranstaltungen geschlossen. Mehrere Geflügelzuchtvereine des Landkreises sowie der Kreisverband, die sich alle auf die Initiative des Prinzen Hermann zu Schaumburg-Lippe gründeten, konnten in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiern. Während beim Festkommers des Rassegeflügelzuchtvereins Bückeburg im Juli das Augenmerk noch ganz auf dem Verein und seiner Historie lag, gehörte jetzt bei der sechsten Auflage der Grenzlandschau alle Aufmerksamkeit wieder dem prächtigen Federvieh.

veröffentlicht am 05.11.2007 um 00:00 Uhr

Jungzüchter Adrian Fründt (13) mit einem Brahma-Hahn rebhuhnfarb

Mit 730 Tieren und 75 Aussteller konnte die Schau einen bis dato noch nicht erreichten Melderekordstand verzeichnen. So groß war das Interesse, dass der Verein gleich mehrere Züchter auf die Warteliste hatte setzen müssen. Das Ausstellungsgelände in den Betriebshallen des Berenbuscher Busreiseunternehmens Kelder hatte seine Kapazität schlicht und ergreifend ausgeschöpft. Der zweite Vorsitzende Manfred Dralle richtete bei der Eröffnung der Mammutschau ein dickes Kompliment an die Züchter aus dem ostwestfälischen Bereich: "Drei Viertel unserer Aussteller kommen aus Ostwestfalen, das ist wirklich enorm." Bernd Rathert, Geschäftsführer des Geflügelzüchter-Kreisverbandes Minden, nahm diesen Ball auf und empfahl, wohl nicht ganz ernst gemeint, bei noch weiter steigendem Engagement der ostwestfälischen Geflügelzüchter über eine Verschiebung der Landesgrenzen nachzudenken. Persönlich nicht anwesend sein konnte Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. Er gratulierte dafür in einem Grußwort im Ausstellungskatalog, in dem er den Verein zur Bewahrung der Arbeit seines Urgroßonkels Hermann beglückwünschte, sowie mit einem Ehrenband. Ein dickes Dankeschön richtete Dralle noch einmal ausdrücklich an die Inhaberfamilien des Busreiseunternehmens Kelder. Dank der Möglichkeit, seit 2001 die Vereinsschau als offene Grenzlandschau in den Betriebshallen am Mittellandkanal durchzuführen, habe der Verein einen enormen Aufschwung erlebt. In den Jahren zuvor hatte sich der Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg nach dem Wegfall seines bisherigen Vereinslokals mehr schlecht als recht mit einem Zelt auf dem Gelände des Sportzentrums Evesen durchgeschlagen. "Wer weiß, ob wir ohne dieses Angebot der Firma Kelder heute gemeinsam das 125jährige Jubiläum feiern könnten." Bei aller Fröhlichkeit musste der Verein aber auch ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Nur zwei Monate nach dem Festkommers im Sommer verstarb, für viele überraschend, nach kurzer, schwerer Krankheit der erste Vorsitzende Dieter Meyer. Erst 2005 hatte Meyer den Vorsitz vom Interims-Chef Willi Schaper übernommen.

Der zweite Vorsitzende Manfred Dralle mit dem Ehrenband des Fürs
  • Der zweite Vorsitzende Manfred Dralle mit dem Ehrenband des Fürsten.
"Bin ich nicht hübsch?"
  • "Bin ich nicht hübsch?"

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