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Kneipp-Verein: Neue Angebote - neue Mitglieder / Ganztagsschule macht Konkurrenz

"Das Durchschnittsalter sinkt und sinkt"

Obernkirchen (rnk). Nur wer sich wandelt, kann sich treu bleiben: Der Kneipp-Verein setzt verstärkt auf Angebote für Jugendliche und Kinder - und hat Erfolg damit. Rund 50 Kinder nahmen jetzt am Abenteuer-Turnen in der Sporthalle der Grundschule teil - und hatten viel Spaß.

veröffentlicht am 08.11.2008 um 00:00 Uhr

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Das Abenteuer-Turnen zählt zu den relativ neuen Angeboten, die der Verein den Jugendlichen offeriert. Ebenso wie das Einrad-Fahren, das am 22. November seine Kurs-Premiere feiern wird. 27 Kinder haben sich angemeldet, der Kurs ist "rappelvoll", freut sich Stephan Radecke. Der Übungsleiter verspricht sich einiges vom Einrad-Kurs: "Die Balance üben, Spaß an der Bewegung haben - und etwas können, was nicht alle Kinder können." Der große Zuspruch, den der Verein erhält, drückt sich auch in nackten Zahlen aus. In diesem Jahr konnte die Mitgliederzahl auf über 700 angehoben werden, durch den großen Zuspruch der Kinder und Jugendlichen, deren Zahl bei weit über 100 liegt, sinkt der Altersdurchschnitt seit längerer Zeit: Das Image, nach dem im Kneipp-Verein vorwiegend ältere Menschen Wasser treten würden, dieses Image stimme schon längst nicht mehr, sagt Radecke. Tänzerische Früherziehung, Tanzen für Teenies, Ballspiele für Grundschulkinder: Breit gefächert präsentieren sich die Bewegungsangebote. Da können auch Rückschläge verkraftet werden: Das Kindertanzen wurde jetzt mangels Interesse eingestellt, falls es wieder Bedarf gebe, so erklärt Heike Radecke, werde man es kurzfristig wieder anbieten. Die Übungsleiterin und 3. Vorsitzende des Vereins sieht ein neues Problem auf den Verein zukommen: Die Ganztagsschule macht den Angeboten kräftig Konkurrenz. "Wer um 15 Uhr aus der Schule kommt, hat natürlich weniger Lust und Energie, noch ein Vereinsangebot wahrzunehmen", sagt Radecke. Man müsse abwarten, wie die Ganztagsschule durchschlage. Nicht durch, sondern prächtig eingeschlagen hat das Rope Skipping, das mit dem bekannten Seilspringen nur noch das Sportinstrument gemein hat. Bis zu 37 (!) Kinder üben regelmäßig ihre sportlichen Choreografien ein, dazu kommt mit Anja Hilgers eine Übungsleiterin, die nicht nur engagiert das Training leitet, sondernauch noch sportliche Bonbons anbieten kann: So sind die Rope Skipper nicht nur auf der Gesundheitsmesse im Norden des Landes aufgetreten, sondern haben - weit wichtiger - mit den Deutschen Meistern trainiert. Dabei haben sie sich den einen oder anderen Trick abgeschaut, am 30. November werden sie um 16 Uhr auf dem Adventsmarkt eine größere Kostprobe abliefern. Heike Radecke, hauptberuflich als Lehrerin tätig, sieht beim Rope Skipping nicht nur sportliche Vorteile: Die Gehirnhälften würden so besser verknüpft. Die erfreuliche Folge: "Wer gut Seil springt, ist besser in der Schule und hat dort weniger Probleme."



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