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"Vereinfachtes Verfahren" greift nicht / Altbecken werden 2008 ausgekoffert / Ausschreibung beginnt

Das dritte Regenbecken wird erst 2009 gebaut

Buchholz (tw). Die Gemeinde wird den Bau des dritten Regenrückhaltebeckens in Nachbarschaft des Osterfeuerplatzes 2008 nicht mehr in Angriff nehmen. "Das von uns favorisierte ,vereinfachte Verfahren' lässt sich nicht umsetzen", bedauert Hartmut Krause (WiB). Der Bürgermeister: "Bevor wir bauen können, müssen d ie Behörden und Interessenverbände angehört werden. Bis es Grünes Licht gibt, werden etwa vier Monate ins Land gehen."

veröffentlicht am 24.05.2008 um 00:00 Uhr

Gleichwohl hat der Rat dem Ingenieurbüro Kirchner während der jüngsten Zusammenkunft im Dorfgemeinschaftshaus einstimmig das O.K. gegeben, das Genehmigungsverfahren vorzubereiten. Mit dem Grunderwerb will die Gemeinde so lange warten, bis sie rechtlich auf der sicheren Seite ist. Was dagegen die beiden vorhandenen Altbecken betrifft, soll Kirchner die Arbeiten zwecks Aufweitung umgehend - beschränkt - ausschreiben. Mit dem Ausbaggern soll noch 2008 begonnen werden. Beide Becken hatten einst ein Fassungsvermögen von jeweils 800 Quadratmetern, das im Zuge der Verlandung auf aktuell nur noch 600 Quadratmeter gesunken ist (wir berichteten). Den Entwurf für das dritte Becken hat das Ingenieurbüro bereits fix und fertig. Demnach hätte das neue Reservoir ein Fassungsvermögen von 1003 Kubikmetern. Alternativ wird noch eine Variante mit einer Verwallung am vorhandenen Weg geprüft. Krause: "Im Westen des Beckens verläuft eine Abwasserleitung mit einem Schacht in der Verwallung." Nach Absprache mit dem Abwasserverband Auetal könne der besagte Schacht höher gelegt werden, sodass er für das Vorhaben der Gemeinde kein Problem darstelle. Allerdings habe der Landkreis Schaumburg bei einem Ortstermin gerügt, dass die Gemeinde an den beiden Altbecken immer noch nicht das erforderliche Grün gepflanzt habe. Um eine Bepflanzung der Außendämme komme Buchholz daher nicht herum. Weitere Erkenntnis bei besagtem Ortstermin: Die im Grünordnungsplan vorgesehenen Kompensationsflächen reduzieren sich durch den Bau des dritten Beckens abermals. "Als Ausgleichsflächen", sagt Krause, "benötigen wir etwa 1000 bis 1500 Quadratmeter Ackerland." Allerdings verfüge Buchholz kaum noch über eigene Flächen. Eventuell müsse die Gemeinde daher Brachland pachten oder kaufen, um den Auflagen gerecht zu werden - möglicherweise vom Landkreis, der Interesse daran habe, eigene Flurstücke an den Mann zu bringen. In diesem Zusammenhang hat SPD-Fraktionschef und Vize-Bürgermeister Klaus Kappmeier allerdings ein Gelände am alten Bahnhof ins Gespräch gebracht, das noch im Besitz der Gemeinde sei. Fraglich ist derzeit noch, ob das dritte Becken aus Gründen der Sicherheit umzäunt werden muss; lieb wäre das der Gemeinde jedoch nicht, weil ein Zaun die Kosten unnötig nach oben treibt. Bei der Frage, was mit der Erde geschehen soll, die beim Auskoffern der Becken anfällt, hat die Buchholzer SPD-Fraktion eine klare Vorstellung: "Wir sollten sie nutzen, um damit die Wälle zu erhöhen", meint Kappmeier. "Gute Idee", findet Krause. Allerdings sei vermutlich nur die erste - gute - Erdschicht dafür nutzbar. Auch dürften die Wälle nicht zu hoch werden, weil dann die Gefahr bestehe, dass, wer aus Versehen hineinfalle, nicht mehr aus eigener Kraft heraus komme. "In dem Fall", erinnert Krause, "müssten wir dann Auf- respektive Ausstiegshilfen im Becken anbringen - oder aber den besagten Zaun ziehen, den wir ja eigentlich nicht wollen."



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