weather-image
18°
"WIR für Bückeburg" bekräftigt Forderung nach einer zweiten IGS

"Das dreigliedrige Schulsystem fördert die Chancenungleichheit"

Bückeburg (thm). Die unlängst für den Bereich Bückeburg gegründete Ortsgruppe der Initiative "WIR für Schaumburg" hat ihre Forderung bekräftigt, in Bückeburg die zweite Integrierte Gesamtschule (IGS) des Landkreises einzurichten. Zur Lage rund um die Bushaltestellen in der oberen Langen Straße wartet Elke Herger, Sprecherin von "WIR für Bückeburg" ebenfalls mit einer Idee auf.

veröffentlicht am 14.04.2006 um 00:00 Uhr

Elke Herger

Herger erinnert daran, dass sich der WIR-Kreisverband bereits 2002 dem "Kampf gegen das selektive Schulsystem" verschrieben habe. Die Ortsgruppensprecherin: "Mittlerweile hat die Pisa-Studie ganz klar gezeigt, dass die Gesamtschulen die besseren Schulen sind." Aufgrund ihrer aktiven Problembewältigung und des Ausschöpfens ihrer Ressourcen seien die Gesamtschulen in der Lage, ihre Schüler effektiver zu fördern und zu fordern. "Das dreigliedrige - eigentlich drei geteiltes? - Schulsystem ist nicht mehr zeitgemäß, sondern fördert die Chancenungleichheit in Deutschland", leitet Herger aus der Pisa-Studie ab. Und: Es gehe, wie die aktuelle Diskussion zeige, nicht zuletzt auch darum, Nachteile für Kinder mit migrantem Hintergrund in unserem Schulsystem zu beseitigen. Die Ortsgruppe WIR für Bückeburg meint nach Pisa jedenfalls, eine IGS im Landkreis sei auf jeden Fall zu wenig,weitere müssten folgen. "Eine IGS für Bückeburg ist daher unsere Hauptforderung", unterstreicht Herger für "WIR für Bückeburg". Kürzlich hat der Schulelternrat den Film "Treibhäuser der Zukunft" in Bückeburg gezeigt. Die örtliche WIR-Gruppe begrüßt ausdrücklich, wenn die Bückeburger Elternvertreter jetzt dem Beispiel der Ortsgruppe "WIR für Obernkirchen" gefolgt seien, die diesen Film bereits im Januar gezeigt habe. Elke Herger istüberzeugt: "Ein vielfältiges und erfolgreiches Bildungs- und Ausbildungssystem verleiht dem Landkreis Schaumburg eine besondere Identität und ein gutes Image." Zur Unzufriedenheit einiger mit der Situation rund um die Bushaltestellen an der oberen Langen Straße präsentiert die WIR-Sprecherin einen ganz eigenen Vorschlag: "Es wäre schön, wenn Polizisten in der Mittagszeit Ansprechpartner an den Bushaltestellen sein könnten." Schließlich gehe es darum, Streitigkeiten und Ausschreitungen rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare