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Bilanz gezogen: "Tropicana" mit Wellenfreibad hat im Sommer 17 Prozent mehr Gäste angelockt

"Das Cabriodach zieht die Leute in die Halle"

Stadthagen (jl). Egal wie heiß: In der diesjährigen Freibadesaison sind mehr Menschen zum Schwimmen ins "Tropicana" gegangen als ins Wellenfreibad. Gleichwohl hat die "Welle" laut Angaben des Betreibers im Sommer 2008 mehr Besucher gezogen als im Vorjahr.

veröffentlicht am 09.09.2008 um 00:00 Uhr

Hier geht's lang zum Wellenfreibad: Pawel Hoffmann komplettiert

"Tropicana"-Chef Helmut Kirchhöfer hat den in dieser Saison unübersehbaren Trend gestern an einem Zahlenbeispiel aus den brütend heißen frühen August-Tagen deutlich gemacht: An einem jener Tage sonnten und badeten auf dem Gelände des Freibades 1700 Gäste - und nebenan im "Tropicana" immerhin noch 700, obwohl die Hitze hätte vermuten lassen, dass nahezu alle Besucher sich fürs Freibaden entscheiden. An sehr vielen anderen, nicht so heißen Tagen ist das Verhältnis denn auch umgekehrt gewesen: Unterm Strich wurden in der Freibadesaison vom 30. Mai bis zum 31. August mehr als 70 000 Besucher gezählt, 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Diese Zahl teilt sich laut Kirchhöfer in 52 000 "Tropi-cana"-Besucher und 18 000 reine Freibadegäste auf, wobei Gäste für die Halle auch das Freibad mitgenutzt haben - in welchem Umfang, ist allerdings nicht erfasst. Offenkundiger ist nach den Beobachtungen der Mitarbeiter geworden, was am Freibad besonders zieht: Die künstliche Welle, die im Halbstundentakt geschaltet wird. Deswegen kommen Besucher von ziemlich weit her, dafür pendeln die Gäste aus der Halle im Halbstundentakt ins Freie, und das nutzen immer mehr Saunagäste für die große Erfrischung nach den Aufgüssen und nach dem Schwitzen. "Egal welchesWetter draußen war", bilanzierte Kirchhöfer, die Kunden seien zu denWellenzeiten ins Becken gegangen. Das große Wogen im Becken unter freiem Himmel hat sich nach der Analyse des Geschäftsführers zu einem wichtigen Mitnahmeeffekt gemausert, der Menschen von ziemlich weit her anziehe -zum Teil auch aus Orten mit großen Bädern. Kirchhöfer meint auch erkannt zu haben, was trotz sommerlicher Außentemperaturen die Magnetwirkung ausmacht: "Das Cabriodach zieht die Leute in die Halle." Wie auch immer: "Es hätten mehr Besucher sein können", zog der "Tro-picana"-Geschäftsführer den Schlussstrich unter die Freibadesaison 2008, in der das Wellenbad übrigens keinen Tag geschlossen war. Kirchhöfer schloss nicht aus, dass die Besucherbilanz angesichts des guten Wetters im April und im Mai bei einem früheren Start möglicherweise besser ausgefallen wäre. Ein Frühstart sei aber ein betriebswirtschaftliches Risiko, "weil wir für das Wellenfreibad immer zusätzlich Personal einstellen müssen. Außerdem muss die Technik durchlaufen, wenn sie einmal gestartet ist, weil das Wasser sonst nach drei Tagen umkippen würde". Der Blick nach vorn: Am 31. Oktober und am 4. Dezember wird das "Tropicana" wieder zur Mitternachtssauna laden. Diese Veranstaltungen besuchen nach den Worten Kirchhöfers sogar Leute von der Nordseeküste. Und Anfang Dezember - vorausgesetzt, draußen ist es ziemlich kühl -beginnt die Eisbahnsaison 2008/09.

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