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Der scheidende Bundestagsabgeordnete Hans Peter Thul über seine Zukunftspläne

Das Büro in Berlin hat er schon geräumt

Hameln-Pyrmont (wul). Die knappe Niederlage am 27. September war für den (Noch-)Bundestagsabgeordneten Hans Peter Thul (CDU) enttäuschend. Einige Zeit hatte es so ausgesehen, als könnte er den Wahlkreis 47 direkt gewinnen, doch dann war es doch Gabriele Lösekrug-Möller (SPD), die die Mehrzahl der Wählerstimmen erhielt. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses war Thul auf Tauchstation gegangen und hatte sich der Öffentlichkeit nicht mehr gestellt. „Ich bin dabei, meine berufliche Geschichte neu zu ordnen“, sagte er jetzt gegenüber der Dewezet.

veröffentlicht am 20.10.2009 um 10:07 Uhr
aktualisiert am 29.10.2009 um 16:15 Uhr

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Ende des Monats endet sein Mandat in Berlin, seine Wohnung sei noch nicht aufgelöst, das Büro aber inzwischen geräumt und stehe für den Nachfolger bereit. „Mir macht dieser Job sehr viel Spaß“, sagt Thul über seine Arbeit im Parlament, und nach acht Jahren als Parlamentarier auf Landes- und Bundesebene, ist der Abschied auch mit Wehmut verbunden. Aber man wisse von vornherein, dass „es eine Position auf Zeit ist“. Politisch werde er weiterhin aktiv sein als Vorsitzender der Kreis-CDU und als Ratsmitglied in Hessisch Oldendorf. „Rücktrittsgesuche sind an mich in keiner Weiser herangetragen worden“, so Thul. Manöverkritik und Ursachenforschung zur Wahlniederlage habe es in den eigenen Reihen aber auch noch nicht gegeben. Als nächstes stehe ein Gespräch mit den Vorstandskollegen an, erklärt Thul. Während er „froh und glücklich“ sei über die Wunschkoalition auf Bundesebene, sieht er den Wahlkreis 47, der die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie Uslar abdeckt, jetzt in Berlin schlechter vertreten als zuvor. „Von den Oppositionsfrauen ist weniger tätiges Handeln zu erwarten“, meint Thul über die Sozialdemokratin Lösekrug-Möller und die Abgeordnete der Linken, Jutta Krellmann, die über die Landesliste in den Bundestag gewählt wurde.

Thul selbst knüpft nach eigener Aussage derzeit Kontakte zu verschiedenen Unternehmen in der Energiebranche, um wieder als Diplom-Ingenieur, als der er 25 Jahre lang tätig war, zu arbeiten. „Es werden spannende Zeiten“, sagt Thul über das Unbekannte, das jetzt vor ihm liegt.

Hans Peter Thul blickt optimistisch in die Zukunft: „Es werden spannende Zeiten.“

Foto: Wal

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