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Das Baugebiet Riesackweg – notwendig oder schädlich?

Hameln (kv). Aus der Diskussion zu Hamelns neuem Baugebiet Riesackweg schreibt Wesionär herral nach dem Ratsbeschluss: „Unmittelbar nach der Ratssitzung wurden am Riesackweg die Baugrundstücke abgesteckt – jetzt dürfen bald die Bagger kommen. Grundstückseigentümer und Bauträger freuen sich – interessierte Bauwillige wandeln rege über den derzeitigen Acker. Alles ist gut? Die Kehrseite dieser Entscheidung werden nur wenige wahrnehmen. Die Verliererseite ist abstrakt, allgemein, wenig greifbar.

veröffentlicht am 07.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 14:21 Uhr

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Hameln (kv). Aus der Diskussion zu Hamelns neuem Baugebiet Riesackweg schreibt Wesionär herral nach dem Ratsbeschluss: „Unmittelbar nach der Ratssitzung wurden am Riesackweg die Baugrundstücke abgesteckt – jetzt dürfen bald die Bagger kommen. Grundstückseigentümer und Bauträger freuen sich – interessierte Bauwillige wandeln rege über den derzeitigen Acker. Alles ist gut? Die Kehrseite dieser Entscheidung werden nur wenige wahrnehmen. Die Verliererseite ist abstrakt, allgemein, wenig greifbar. Da ist die Natur, denn bei dieser Baugebietsausweisung hatten ökologische Grundsätze einer Stadtplanung keinen Stellenwert. Da sind die Bauherren am Hottenbergsfeld, die wahrscheinlich gar nicht mitbekommen, wie sie vernatzt werden. Da ist der städtische Haushalt, der durch die mittelbar negativen Auswirkungen dieser Entscheidung weiter belastet wird. Die Baugebietsausweisung am Riesackweg ist nichts anderes als eine Gefälligkeitsplanung für Besserverdienende und ein weiterer handfester Skandal der Stadtentwicklungsplanung.“

Wolfgang Helmboldt erwidert: „ Hottenbergsfeld ist sicher eine Katastrophe, es redet bloß keiner darüber, jeder hat da wohl seine Gründe (Politik, Verwaltung, Medien , ...), eine Alternative anzubieten halte ich für notwendig und berechtigt.“

Wesionärin Somali sieht das neue Baugebiet ebenfalls sehr kritisch: „... aber auch ich finde es nicht so toll, dass am Riesackweg gebaut wird.

Es gibt am Basberg noch den einen oder anderen unbebauten Acker – wann wird dort wohl gebaut? Dann brauchen wir auch keinen Bauausschuss mehr, der die Siedlungspolitik in unserer Stadt steuert. Findet sich ein Investor, dann geht’s ja offensichtlich auch auf dem kleinen Dienstweg. Hoch lebe die Zersiedelung in Hamelns Nordstadt.

Etwa 40 Grundstücke sollen auf den Acker passen… wenn’s denn stimmt. Hat da der Bauträger mit der Arbeitsplatzkeule gedroht?“

Wesionärin pipipotta meint: „Mit der Genehmigung des Riesackers als Baugebiet hat sich die Verwaltung sehr wohl und gänzlich unüberlegt in der Ackerkrume festgefahren. Wie will man nun noch einem Grundbesitzer rund um den Basberg glaubhaft machen, das sein Grund und Boden nicht bebaubar wäre? Letztlich muss doch nun jedem Ansinnen auf den schnellen Euro stattgegeben werden. Warum darf der Eine seinen Acker zu Bauland wandeln – der Andere nicht? Alle Begehren müssen nun durchgewunken werden, auf dass Herr Zemlin im Ausschuss die gelbe Fahne schwenkt und den Bau- und Filzbeteiligten zur Investitionsfreude gratuliert.“ Diskutieren Sie mit, im Wesio-Forum „Politik & Soziales“ bei

Die Bagger können kommen. Das Baugebiet Riesackweg wird kontrovers diskutiert.

Foto: herral

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