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Schule legt Fachausschuss das Konzept vor / Kosten für Mittagessen: 44 Euro pro Monat

Das Angebot soll zur Ganztagsschule führen

Obernkirchen (rnk). Schuldirektor Claus-Dieter Gnad hat im Fachausschuss jetzt das Grundkonzept für das offene Ganztagsangebot vorgestellt. Und betont, wohin es führen soll: zur Ganztagsschule, wie sie in anderen EU-Ländern seit Jahrzehnten gang und gäbe ist.

veröffentlicht am 05.02.2008 um 00:00 Uhr

Gut behütet in der Schulzeit: Die Grundschule sieht sich auf dem

Das von Gnad vorgestellte Konzept basiert auf einer engen Verzahnung des Angebotes der Verlässlichen Grundschule mit der Betreuung für die Klassen 1 und 2 sowie eines Angebotes am Nachmittag für alle vier Jahrgänge bis 15 Uhr. Jahrgangsbezogen werden vier Gruppen eingerichtet. Die dazu benötigten Stunden - pro Gruppe und Tag 2,5 Stunden - werden von pädagogischen Mitarbeiterinnen gestaltet, die bis 15 Uhr anwesend sind. Die Kinder erhalten ein Mittagessen, das gruppenweise in der Mense eingenommen wird. Durch die Staffelung der Essenzeiten wird es notwendig sein, die Gruppe des 2., 3. und 4. Jahrgangs schon vor dem Mittagessen zu betreuen. Diese Betreuung wird im 2. Schuljahrnoch weniger zielgerichtet sein, so Gnad, und sich im 3. und 4. Schuljahr auf die Erledigung von Hausaufgaben konzentrieren können. Ziel sei, dass kein Schüler, der das Ganztagsangebot annehme, nach Hause komme und dann noch Hausaufgaben zu erledigen habe. Mit dem Ganztagsangebot biete sich die Möglichkeit, auf die sich verändernden gesellschaftlichen Strukturen - insbesondere geänderte familiäre Strukturen - zu reagieren. Familien seien heute teilweise nicht mehr in der Lage, Kindern ein geregeltes Leben zu ermöglichen, das herkömmlichen Familienstrukturen entspreche. Notwendig sei es daher, Kindern eine Mahlzeit sowie die Möglichkeite zu einer sinnvollen Beschäftigung zu bieten. Auf diese Prämisse hebe das Konzept der Grundschule ab, sagte Gnad. Das Konzept sieht eine feste Zugehörigkeit der Kinder zu einer in der Regel jahrgangsbezogenen Gruppe vor. Gnad: "Die Bewegung in einer festen Sozialgemeinschaft fördert den integrativen Aspekt sowie die Sozialkompetenz der einzelnen Gruppenmitglieder." Wie werden die Nachmittage gestaltet? Die pädagogischen Mitarbeitern sollen mit den Kindern Projekte und Angebote durchführen, die die unterrichtlichen Aspekte der jeweiligen Jahrgänge vertiefen. Projekte beziehen sich dabei auf Thematiken der einzelnen Fächer, wie etwa Lesen, Experimente oder Kunstobjekte, die in so genannten "Neigungsgruppen" abgehandelt werden können. Außerschulische Kooperationspartner wie Bücherei, Museum oder Betriebe vor Ort können dabei genutzt werden. Da derartige Einrichtungen von den Familien in der Freizeit wenig aufgesucht werden, könne hier "horizonterweiternd" für die Kinder gearbeitet werden,heißt es im Konzept. Es sei auch denkbar, im Bereich Kunst den Kontakt zumörtlichen Steinbruch zu suchen, um über die Verwendung des Obernkirchener Sandsteins gestalterisch tätig zu werden. Neben den außerschulischen Aspekten ist jedoch auch die Arbeit in der Gruppe von außerordentlicher Wichtigkeit. Nach einer Mittagspause sei es notwendig, so Gnad, den Kindern Angebote zu machen, die sich auf künstlerische, aber auch auf andere Bereiche beziehe. Es soll "variantenreich" vorgegangen werden. Ein weiterer Hauptbestandteil des Ganztagsangebotes umfasst die Erledigung der Hausaufgaben. Hier ist angedacht, dass durch geeignete pädagogische Mitarbeiter die Hausaufgabenanfertigung überwacht und unterstützt wird. Gnad: "Kein Kind soll ohne fertige Hausaufgaben die Schule verlassen." Und: Aus den Erfahrungen der pädagogischen Mitarbeiter mit den Kindern ergibt sich ein konkreter Förderbedarf einzelner Kinder, der dann amNachmittag auch entsprechend wahrgenommen werde. Erste Zahlen konnte Gnad auch nennen. Eine erste, aber unverbindliche Abfrage hat ergeben, dass 105 Kinder an dem Angebot interessiert sind. Und die Kosten für das verbindliche Mittagessen werden sich auf rund 44 Euro pro Monat belaufen. Anmeldungen für das Ganztagsangebot sind für sechs Monate verbindlich: Alles andere, so Gnad, mache keinen Sinn. Am 11. Februar, so kündigte Gnad an, werde man den Eltern das Konzept vorstellen.



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