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Müllsofas wild entsorgt: Hülseder will Belohnung aussetzen

Darauf will sich keiner ausruhen

Hülsede (bab). Friedrich Imhoff aus Hülsede kann sich nur wundern. Normalerweise erwartet er Couchgarnituren in Möbelhäusern oder Wohnräumen. Doch am vergangenen Montag traute er seinen Augen nicht, als er zwei Ledersofas und einen -sessel in der Hülseder Feldmark stehen sah. In einer Nacht- und Nebelaktion hat sich jemand seinesSperrmülls entledigt und diesen einfach am Feld- und Wanderweg zwischen Schmarrie und der "Touristenhütte" am Fuß des Süntels abgestellt.

veröffentlicht am 20.04.2007 um 00:00 Uhr

Friedrich Imhoff fand bisher keine Hinweise auf die Besitzer der

Entdeckt hatte die abgenutzte und schmutzige Garnitur Imhoffs Bekannter Udo Freiberg. Beide sind Mitpächter des umgebenden Jagdreviers im Westen von Hülsede. "Ich habe schon die Ritzen durchsucht, aber nichts gefunden", beschreibt Imhoff, wie er sich auf die Suche nach Anhaltspunkten auf den Verursacher gemacht hat. Der Hülseder schüttelt mit dem Kopf. Er kann es nicht fassen, dass jemand einfach den Weg als wilde Müllkippe missbraucht hat. Ausruhen will sich darauf jedenfalls keiner. Imhoffärgert sich bereits geraume Zeit über Menschen, die achtlos alles in die Gegend schmeißen. Weggeworfene Zigarettenschachteln und Getränkedosen seien inzwischen an der Tagesordnung. Aber auch noch dreistere Müllsünder gibt es. Zum Beweis zeigt Imhoff am Ortsrand von Meinsen drei volle Müllsäcke, die jemand einfach unter einem Busch abgeladen hat. "Ein bisschen Umweltbewusstsein sollte doch jeder haben", wundert er sich über solche Frechheiten. Imhoff, der auch für die CDU im Hülseder Rat sitzt, ist sogar bereit, eine Belohnung von 100 bis 200 Euro auszusetzen, wenn jemand den Verursacher findet, der die beigefarbene Couchgarnitur am Feldweg abgestellt hat. "Das Geld dafür sammele ich schon zusammen", ist er sicher, dass andere Bürger das ebenso ärgert. Der stellvertretende Gemeindedirektor Günther Wehrhahn nimmt Hinweise im Rathaus entgegen unter (05723) 7 05 18. Die Hülseder haben bereits den Landkreis informiert, der den Müll jetzt entsorgen muss. "Das kostet ja unser aller Geld", sagt Imhoff. Tatsächlich macht die Entsorgung der wilden Müllkippen finanziell einen ganz schönen Batzen aus. Hans-Hermann Jakobus vom Amt für Abfallwirtschaft beim Landkreis und Dezernatsleiter Karl-Erich Smalian bestätigen das. Rund 50 000 Euro Kosten entstehen dadurch jährlich. Diese werden auf die Bürger umgelegt. Jakobus teilt mit, dass im ersten Quartal 2007 bereits 40 Aufträge an die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWS) erteilt worden seien. Die AWS wird vom Landkreis in diesen Fällen beauftragt, den Müll zu beseitigen.



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