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Vor Gericht: Klage gegen Comedian zurückgenommen / Außergerichtlich geeinigt

Dana Gottschalk lacht zuletzt - Lästermaul Pocher zahlt und schweigt

Rinteln/Bückeburg (ly). Oliver Pocher, als Schandmaul bekannt gewordener TV-Comedian, hat der Rintelnerin Dana Gottschalk offenbar erneut Schmerzensgeld gezahlt.Über die Höhe ist nichts bekannt. Pocher hatte Gottschalk in verschiedenen Fernsehsendungen zweimal beleidigt, worauf die Frau den Entertainer jeweils verklagte. Im jüngsten Fall ging es um rund 11 000 Euro.

veröffentlicht am 28.05.2008 um 00:00 Uhr

"Die Klage wurde zurückgenommen, die Parteien haben sich außergerichtlich verglichen", wie Dr. Birgit Brüninghaus, Sprecherin des Landgerichts in Bückeburg, gestern auf Anfrage mitteilte. Dies ist ein untrügliches Zeichen, dass Pocher gezahlt hat. Gut möglich, dass er die Sache ohne großes Aufsehen aus der Weltschaffen will. Bei Vergleichen fließt in der Regel Geld. Über die genaue Summe haben beide Seiten offenbar Stillschweigen vereinbart. Gottschalks Anwalt Jörg Bredemeier ließ sich jedenfalls kein Wort entlocken, nicht einmal über den Ausgang des Verfahrens mochte er sprechen. Gefordert hatte Dana Gottschalk mindestens 10 000 Euro Schmerzensgeld sowie weitere 900 Euro für Kosten, die ihr entstanden sind. Zum ersten Mal hatte Pocher im Januar 2005 bei einer Hannoveraner Außenwette der ZDF-Sendung "Wetten, dass..." Witze auf Kosten der Rintelnerin gemacht. Vor 15 Millionen Zuschauern lästerte er über Alter und Aussehen Gottschalks, empfahl der 31-Jährigen sogar eine Schönheitsoperation im Rahmen einer TV-Show auf Pro 7. "Ich will ja nichts sagen, aber Du siehst ganz schön alt aus für Dein Alter", sagte der Comedy-Star vor laufenden Kameras. "Vielen herzlichen Dank, Olli. Beim nächsten Mal im Fußballstadion werde ich Dich verprügeln", konterte Dana Gottschalk die flapsige Bemerkung zwar recht schlagfertig, fühlte sich aber spätestens als Opfer, nachdem die Medienmeute ihre Fährte aufgenommen hatte. Gottschalk klagte. Das Landgericht Hannover verurteilte den Spaßvogel, der neuerdings im Ersten an der Seite der lebenden TV-Legende Harald Schmidt sitzt, daraufhin Anfang 2006 zur Zahlung von 6000 Euro Schmerzensgeld. Pocher, so die Richter von der Leine, habe sich auf Kosten der Klägerin profilieren wollen und diese "mit herabsetzenden Äußerungen über ihre äußere Erscheinung überzogen". Anstatt fortan zu schweigen, konnte der Komiker sein loses Mundwerk im Januar 2008 auch gegenüber ZDF-Zugpferd Johannes B. Kerner nicht halten. Pocher legte nach. Um jene Sprüche ging es jetzt in einem zweiten Zivilverfahren vor dem Landgericht in Bückeburg. Diesmal sollte es Pocher "richtig weh tun". Hat es das?

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