weather-image
27°
Sportbootführerscheine beim Motorboot-Club Hameln erworben / Zertifikate erhalten / Nette Gemeinschaft gebildet

Damit sie stets sicher über die Wellen schippern

Hameln. Der motorisierte Wassersport hat einen hohen Freizeitwert. Ständig steigt die Zahl seiner Anhänger. Mögen sie nun mit Caravan und Schlauchboot am Haken auf Tour oder mit einer 14- Meter-Yacht auf „große Fahrt“ gehen. Die Verkehrsdichte auf den Gewässern ist ebenso gewachsen. So ist ein „Befähigungsnachweis“ unerlässlich geworden, um ein geordnetes Zusammenleben von Sport- und Berufsschifffahrt zu gewährleisten. Zudem ist ein Sportboot ein äußerst kostspieliges Sportgerät, dessen Beherrschung vielfältige Kenntnisse und Fertigkeiten erfordert.

veröffentlicht am 10.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

Die neuen Freizeitskipper mit Ausbildern Albert Lutzke (re.), An

Ein Sportbootführerschein ist erforderlich, wenn man ein Boot mit einer Antriebsleistung ab 3,68 kW und bis zu einer Länge von weniger als 15 Meter auf Binnen- und Seewasserstraßen fahren möchte.

Voraussetzung für den Erwerb ist die Vollendung des 16. Lebensjahres und die gesundheitliche, charakterliche und geistige Eignung. Ausreichendes Hör-, Seh- und Farbunterscheidungsvermögen muss ärztlich bescheinigt sein.

In der lizenzierten Ausbildungsstätte des Motorboot-Club Hameln e. V. haben sich an acht Abenden 18 Lehrgangsteilnehmer im Vereinsheim der Sportfischer an der Tündernschen Warte das Wissen über Verkehrsvorschriften auf dem Wasser, über Leinen und Knoten, alles rund ums Boot, Wetterkunde, Navigation und Naturschutz angeeignet. Die praktische Ausbildung erfolgte beim Sportboothafen auf der Weser: An- und Ablegemanöver, Wenden auf engem Raum, kursgerechtes Aufstoppen, Rückwärtsfahren und Mann-über Bord-Manöver standen auf dem Ausbildungsplan. An drei Samstagen und einem Mittwoch wurde so lange trainiert, bis alle Aspiranten gelassen in die Prüfung gehen konnten.

Die Sportbootführerscheine „Binnen“ und „See“ sind amtliche Befähigungsnachweise. Die Befähigung haben die Teilnehmer vor dem Prüfungsausschuss des deutschen Motoryachtverbandes unter Aufsicht eines Beamten der Schifffahrtsverwaltung nachgewiesen.

Erleichterung und Freude stand den neuen Patentinhabern im Gesicht, als der Prüfungsausschussvorsitzende ihnen die Zertifikate überreichte. Den Sportbootführerschein Binnen erhielten Jana Brüggemann, Marina und Reinhard Burre, Kurt Dauer, Matthias Knauer, Markus Lingnau, Karl-Wilhelm Mundhenke, Larissa Ohms, Antonia Richter und Michael Steding. Der Sportbootführerschein See wurde Henry Domnick, Daniel Frank, Jörg Krüger, Klaus-Dieter Laubinger sowie Stefan und Thomas Weber ausgehändigt. Über ihre besondere Leistung, die Scheine Binnen und See gleichzeitig erworben zu haben, freuten sich Dennis Ebbinghausen und Michael Neuhaus. Es war schade, dass man nach dem gemeinsamen Abschlussessen auseinandergehen musste, hatte sich doch eine nette Gemeinschaft gebildet. Sieben Teilnehmer haben sich entschlossen, gleich weiter zu machen, um ihre Patente mit den UKW-Sprechfunkzeugnis für Binnen (UBI) bzw. für See (SRC) zu komplettieren. Auskünfte über die nächsten Lehrgänge erteilt Albert Lutzke 05153/6526.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare