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Luhdener Wehr kontrolliert vor dem Frosteinbruch alle Hydranten

Damit im Notfall alles funktioniert: Drei Trupps sind auf Fehlersuche

Dieser Hydrant ist voll einsatzfähig. Florian und Heino Busch können ihn wieder verschließen. Foto: sig Luhden/Heeßen (sig). Was jetzt noch eine reine Vorsichtsmaßnahme ist, könnte im Ernstfall von großer Wichtigkeit sein. Die Rede ist von den Hydranten, die in der letzten Phase des Herbstes winterfest gemacht werden. Wenn sie nämlich nicht intakt sind, könnte das im Brandfall schlimme Folgen haben. Deshalb hat sich die Luhdener Wehr rechtzeitig vor dem Beginn der Frostperiode mit drei Trupps auf den Weg gemacht.

veröffentlicht am 10.11.2006 um 00:00 Uhr

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Unterwegs waren die Blauröcke in Luhden einschließlich des höher gelegenen Ortsteils Schermbeck und in Heeßen. Um alles zeitgleich zu schaffen, liehen sie sich dafür einen Mannschaftstransporter von den Kameraden in Bad Eilsen aus. Gestartet wurde diese Aktion am Luhdener Gerätehaus. Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann war dabei, als einer seiner Kontrolltrupps nach vorgegebenem Ablaufplan die Hydranten öffnete. "Wir setzen das Standrohr, spülen einmal durch und prüfen danach, ob das Wasser auch schnell genug in dem darunter liegenden Kiesbett abläuft", erklärte uns der Feuerwehrchef. Nach dem Verschließen wird der Steg des stählernen Hydrantendeckels mit Schmierfett versehen. Er darf nicht vereisen, weil dadurch im Brandfall kostbare Zeit verloren gehen könnte. Die Gefahr, dass die Deckel anfrieren, was früher durchaus vorkam, ist durch das Aufbringen von Kunststoffeinsätzen beseitigt worden. "Bei den Hydranten, die im Bereich von Böschungen liegen, müssen wir aufpassen, dass sie nicht durch Grasnarben zuwachsen", erfuhren wir von Heino Busch, der mit seinem Sohn Florian mit dem Rüstwagen der Luhdener Wehr im Einsatz war. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank Wolf bekam in der Straße "Am Knobbenbusch" in Heeßen, als er zusammen mit Daniel Bölsing einen Hydranten öffnete, eine Dusche ab. Seine Einsatzkleidung schützte ihn jedoch vor einem "Kälteschock". Unberührt davon sagte er uns: "Wenn Reparaturen notwendig sind, werden sie auf einer Mängelliste der Samtgemeinde mitgeteilt. So muss beispielsweise in der Schulstrasse der Verschlussdeckel eines Hydranten ausgewechselt werden, weil der Steg abgebrochen ist." Ortsbrandmeister Jürgen Diekmann bat seine Mannen nach getaner Arbeit zum Daumenfrühstück ins Gerätehaus. Schlachtermeister Mühe hatte die Zutaten dafür gesponsert.

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