weather-image
15°
Frau aus Heinsen restauriert ein Ehrenmal – in Eigeninitiative

Damit die Toten nicht vergessen werden

Heinsen (fhm). Das Ehrenmal auf dem Heinser Friedhof hat jahrelang ein Schattendasein geführt. Ganz am Ende des Gottesackers waren dort die Namen der Toten der beiden Weltkriege zum mahnenden Gedenken festgehalten worden. Doch der Zahn der Zeit nagte an dem Ort des Gedenkens. Die Schrift verblasste, Pflanzen nahmen Besitz vom Ehrenmal.

veröffentlicht am 13.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

Gerhard Halling und Cornelia Busche vor dem Ehrenmal.
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Cornelia Busche aus Heinsen hat sich jetzt in Eigeninitiative des Ehrenmals angenommen und in den vergangenen Monaten die verblassten Buchstaben mit Farbe nachgezogen und sie so wieder gut sichtbar gemacht. Auch die Umgebung der Gedenkstätte bereitete sie entsprechend auf. Heinsens Bürgermeister Gerhard Halling dankte Cornelia Busche für ihren Einsatz. „Das ist eine ganz tolle Sache. Das Engagement kann nicht hoch genug geschätzt werden.“

Cornelia Busche hat eine ganz besondere Motivation, sich um dieses Ehrenmal zu kümmern. „Es sterben heute wieder deutsche Soldaten, auch so junge Männer wie in den beiden Weltkriegen. Und das darf nicht sein.“ Sie finde es schlimm, dass bei den Kämpfen in Afghanistan Soldaten der Bundeswehr ihr Leben verlieren. Sie selbst hat einen 25 Jahre alten Sohn, der in dem Alter ist, in dem deutsche Soldaten nach Afghanistan gehen.

Ihre Arbeit sehe sie als nicht so besonders herausragend an. Jeden Buchstaben nachzuzeichnen, habe einen einfachen Grund: „Wenn die Namen der Toten verschwinden, sterben sie ein zweites Mal. Das darf nicht sein.“ Ihre Arbeit sieht Cornelia Busche als Mahnung für die Lebenden. Der Krieg sei das Schlimmste, was es gebe, und deshalb müsse man ständig für den Frieden arbeiten.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt