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Drogenpräventionstag an der Homburg Haupt- und Realschule in Stadtoldendorf ist ein Erfolg

Damit die Sucht erst gar keine Chance hat

Stadtoldendorf (nig). Es kann Neugier sein, Gruppenzwang oder auch einfach nur Frust und Langeweile. Gründe, warum Jugendliche zur Flasche oder zu anderen Drogen greifen, gibt es viele. Dass dies aber der Einstieg sein kann in eine Sucht, die viel Leid und Gefahren nach sich zieht, das sollte Schüler der Homburg-Haupt- und Realschule Stadtoldendorf gestern bei einem Anti-Drogen-Tag bewusst werden.

veröffentlicht am 09.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Der Präventionsrat der Samtgemeinde Stadtoldendorf hat diesen Aktionstag mit der Schule organisiert. Weniger mit dem erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Spaß und Mitmach-Aktionen sollten die Schüler mit diesem Thema konfrontiert werden. Auf diese Weise schafften es die Organisatoren mit Vertretern von Verwaltung, Vereinen, Polizei und engagierten Eltern, die Schüler für diesen Aktionstag zu begeistern und ihnen die Folgen von Drogenmissbrauch vor Augen zu führen. „Es geht nicht um ein, zwei Gläser. Es geht um Dich“, lautete zum Beispiel der Appell bei einem kleinem Theaterstück, das eine Schülergruppe zum Thema „Alkohol“ zeigte.

Wie es sich anfühlt, betrunken zu sein, durften die Schüler mit einer „Rauschbrille“ testen. Mit dem dadurch verzerrtem Blick über kleine Hindernisse zu steigen oder gar einen Luftballon zu fangen, ist gar nicht mehr so einfach. Und dass bunte Drinks auch ohne Alkohol lecker sein können, zeigten die Barmixer an der Cocktailbar.

Über Alkohol als Ursache von Gewalt sprach Alfred Sauer von der Polizei Holzminden mit den Schülern, sogar ein Rauschgiftspürhund der Polizei war vor Ort, um sein Können zu demonstrieren.

Für Spannung auf dem Außengelände sorgte der Niedrigseilgarten des evangelischen Kreisjugenddienstes. Dort kam es auf Körperbeherrschung auf dem Drahtseil an, was auch nüchtern nicht immer einfach ist. Während die Nachmittagsangebote öffentlich und durchweg gut besucht waren, blieben am Vormittag die Schüler der Jahrgänge sieben und acht noch unter sich. Neben dem Planspiel „Voll die Party“ zum Thema Alkohol und einem Info-Angebot der Polizei zum Thema Drogen kamen die Schüler auch mit ehemaligen Drogenabhängigen ins Gespräch. Bewohner der Therapieeinrichtung „Neues Land“ in Schorborn berichteten den Schülern eindringlich von den Gefahren des Drogenmissbrauchs und erzählten auch, wie sie selbst den schweren Weg zurück in ein normales Leben ohne Drogen gemeistert haben.

Vor allem diese direkten Gespräche mit ehemaligen Abhängigen hinterließen bei den jungen Teilnehmern des Anti-Drogen-Tages einen bleibenden Eindruck.

Gar nicht so einfach, mit der Rauschbrille einen Luftballon zu fangen.

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