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Hochwasserstudie sammelt Vergleichsdaten für Vorbeugemaßnahmen / Bürger steuern Fotos und Informationen bei

Damit die Anwohner der Exter trockene Füße behalten

Exten (who). Die Exter ist ein kleines Flüsschen in reizvoller Landschaft. Und meistens ist sie friedlich, aber manchmal eben nicht - und deshalb soll eine im Rintelner Rathaus vorgelegte Studie als Grundlage zum Leben mit der Exter sowie für Vorsorgemaßnahmen zum Hochwasserschutz dienen.

veröffentlicht am 21.11.2006 um 00:00 Uhr

Normalerweise gibt sich die Exter freundlich und romantisch vert

Im Rahmen des EU-Projektes "Leader plus" hatte das Planungsbüro "Stadt, Land, Fluss" in Orientierung am letzten großen Hochwasser der Exter von 2002 ein Modell erstellt und auf ein mögliches Jahrhunderthochwasser hochgerechnet. Der Zweck des Modells ist es, den augenblicklichen Istzustand zu beschreiben und Vergleichsdaten zu sammeln für Vorbeuge- und Gegenmaßnahmen. So etwa bauliche Vorkehrungen längs der Exter oder Veränderungen in ihrem ökologischen Bereich wie zum Beispiel mit der Wiedereröffnung von Überflutungsgebieten. In Vorbereitung der Modellstudie, die zu 50 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird, sind besonders auch die Exter-Anwohner nach ihren Erfahrungen und Anregungen befragt worden und haben darüber hinaus auch eine Fülle eigener Fotos vom Hochwasser aus dem Jahr 2002 zur Verfügung gestellt. Exten hat immer wieder unter kräftigen Überflutungen der Exter gelitten. Die schlimmste war die nach dem Sommerunwetter vom 12. Juni 1937. Fast genau 100 Jahre vorher, im August 1837, war die Exter sogar noch über einen halben Meter höher aus ihrem Bett gestiegen, zeigen heute noch die eingemeißelten Flutmarken an der Südostecke der alten Orangerie des Rittergutes der Familie von Meien. Ebenso ist Informationsmaterial aus vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten in die Studie eingeflossen. Zurzeit werde das umfangreiche Werk von den zuständigen Ressorts gesichtet, bevor es der Öffentlichkeit zugänglich sein wird, so war aus der Stadtverwaltung zu erfahren. Danach könne an konkrete Planungen für Hochwasserschutzmaßnahmen gedacht werden.

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