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Konrad-Adenauer-Straße zwar "nicht ideal" - aber keine Gefahr fürs Zentrum

"Dänisches Bettenlager": CIMA-Studie hält geplanten Standort für geeignet

Rinteln (crs). Haben Rintelns Ratspolitiker in ihrer Sorge um ein mögliches Ausbluten der Innenstadt einen übervorsichtigen Kurs gewählt? Die Stadtmarketing-Experten der CIMA jedenfalls nehmen in ihrem Einzelhandelskonzept für Rinteln eine deutlich entspanntere Haltung gegenüber dem für die Konrad-Adenauer-Straße geplanten "Dänischen Bettenlager" ein: Der Standort sei "grundsätzlich geeignet", bedeutende Angebotsverschiebungen seien nicht zu erwarten.

veröffentlicht am 17.12.2007 um 00:00 Uhr

Erst vor zehn Tagen hatte der Bauausschuss die Liste der so genannten "innenstadtrelevanten Sortimente" unter anderem um "Bettwaren" erweitert - und damit die Weichen gegen das geplante "Dänische Bettenlager" in direkter Nachbarschaft zum Marktkauf-Warenhaus gestellt. Deutlich positiver bewertet die CIMA in ihrem Gutachten die Ansiedlung eines solchen Marktes: Zwar sei die Fläche "nicht ideal" für einen Möbel- und Heimtextilienfachmarkt, insbesondere auf Grund der geringen Größe seien jedoch keine "bedeutenden Angebotsverschiebungen" im Zentrum zu befürchten - denn der geplante Markt solle eine Verkaufsfläche besitzen, die deutlich unterhalb der Großflächigkeit von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche liege. Aus Sicht der CIMA ist die Fläche an der Konrad-Adenauer-Straße somit für die Ansiedlung eines kleinflächigen Möbel- und Heimtextilfachmarktes geeignet. Für "optimal" hält die CIMA jedoch einen Standort im geplanten Einkaufszentrum Nord an der Bahnhofstraße, hier könnten sich "positive Agglomerationseffekte" ergeben. Auf der Entwicklungsfläche südlich der Gleisanlagen sei eine entsprechende Option bereits vorgesehen, verweist die CIMA auf ihr separates Gutachten zu diesem Großprojekt, das Mitte Januar vorliegen soll. Zwar sollen laut CIMA-Gutachten im Gewerbe- und Sondergebiet Konrad-Adenauer-Straße nur "nicht-zentrenrelevante Sortimente" zulässig sein - allerdings zählt die Untersuchung Möbel und insbesondere Matratzen explizit nicht zu den zentrenrelevanten Sortimenten, Heimtextilien hingegen schon. Fachmärkte wie das "Dänische Bettenlager" stellen einen Sonderfall dar, bieten zu jeweils 50 Prozent Flächenanteil Möbel und Heimtextilien an - insbesondere wegen der Kleinteiligkeit hält die CIMA-Studie hier jedoch an der Unbedenklichkeit fest.

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