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Großeinsatz nach Dauerregen in Hameln / Camper bringen Wohnwagen am Doktorsee in Sicherheit

Dämme gebrochen - Tiere gerettet

Rinteln /Hameln/Hannover. (dpa/crs/tw/kk). Heftiger Dauerregen hat am Wochenende in Teilen Niedersachsens schwereÜberschwemmungen verursacht. Vor allem im Süden und Südosten des Landes schwollen Bäche und Flüsse bedrohlich an und traten über die Ufer, zahlreiche Straßen waren unpassierbar. Nach mehreren Deichbrüchen an der Innerste im Kreis Hildesheim wurde am Sonntagnachmittag der Katastrophenfall ausgerufen. Die Dämme seien an mehreren Stellen gebrochen, teilte der Einsatzstab mit. In Rinteln wurde am Doktorsee Alarm gegeben: Über den Rundfunk wurden Dauercamper aufgerufen, ihre Wohnwagen in Sicherheit zu bringen. Hartler Straße und Dankerser Straße sind unpassierbar, Feuerwehr und Polizeibrachten mehrere Pkw vor den Fluten in Sicherheit.

veröffentlicht am 01.10.2007 um 00:00 Uhr

In Großenwieden retteten Helfer von THW und Feuerwehr Schafe vor

"Das schlimmste Hochwasser seit Januar 2003" befürchtete Doktorsee-Mitarbeiter Matthias Ebert gestern für die Nacht zu heute. Einen Pegelstand von 6,20 bis 6,40 Metern hatte das Wasserschifffahrtsamt Minden vorhergesagt - der höchste Wasserstand wurde für 3 Uhr nachts erwartet, danach sollte der Pegel wieder langsam sinken. Die Doktorsee-Mitarbeiter reagierten schnell auf den steigenden Weserpegel und evakuierten gestern die von den Fluten bedrohten Stellplätze, warnten die Wohnwagen-Besitzer auch übers Radio vor dem Hochwasser. "Rund 800 Wohnwagen und Wohnmobile", so schätzt Ebert, mussten ihre Stellplätze vorzeitig verlassen - die Doktorsee-Saison dürfte damit beendet sein. Glimpflich davongekommen ist diesmal Eilsen: "Keine Einsätze - nicht mal voll gelaufene Keller", meldeten gestern Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause und Rathauschef Bernd Schönemann übereinstimmend. Lediglich im Kurpark verstopfte aueabwärts treibendes Gehölz einmal mehr den Tuffstein-Durchlass. Gemeindemitarbeiter baggerten das Nadelöhr frei. Einsätze dieser Art sind im Kurort schon Routine. Alles andere als Routine dagegen im Nachbarlandkreis Hameln-Pyrmont: Mehrere hundert Helfer der Feuerwehren und des THW waren im Einsatz, um Häuser vor Überflutungen zu schützen, Pkw zu bergen und Tiere von überschwemmten Weiden zu retten. In Großenwieden wurden zahlreiche Schafe per Boot evakuiert und so vor dem Ertrinken gerettet. Kritisch war die Lage auch in Emmerthal: Hier drohte ein Ponton an der Baustelle der neuen Weserbrücke Starkstrom- und Telefonleitungen zu zerstören. Seite 4, 17

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