weather-image
22°
Platz elf im Landeswettbewerb bestätigt die gute Ausbildung / Jugendliche sind in Hemeringen in der Ortswehr integriert

Da wurde die Feuerwehr mehrfach zur „Wasserwehr“

Hemeringen. Der Jahresbericht des Ortsbrandmeisters Friedrich Söhlke stand ganz im Zeichen des Kampfes mit dem Element Wasser. Im Januar 2011 kam es mehrfach zu Bedrohungen des Bereiches „Heinegras“. Schmelzwasser von den Feldern oberhalb dieses Neubaugebietes drang in mehrere Grundstücke ein und musste abgepumpt werden.

veröffentlicht am 23.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

270_008_5252495_wvh2302_FW_Hemeringen_JHV_1_1_.jpg

Bei diesem zweitägigen Einsatz bewiesen die Feuerwehrmänner großen Sachverstand. Sie erkannten Schäden im Bereich der Drainagen und Entwässerungskanäle und sorgten für Abhilfe. „Danach floss das Wasser freiwillig ab“, wie der Ortsbrandmeister launig erklärte. Auch in Emmerthal war die Wehr zur Deichsicherung eingesetzt. Im Juni kämpften Angehörige wieder gegen das nasse Element. Nach einem starken Unwetter mussten Hemeringer Feuerwehrleute Keller auspumpen, Hochwasserschäden beseitigen und durch Sandsacksperren das Eindringen des Wassers in Häuser verhindern. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Hess. Oldendorf, Heinz Beißner, „taufte“ darum in seinem wie immer humorvollen Grußwort die Wehr um in „Wasserwehr“. Einen großen Teil seines Jahresberichts widmete Ortsbrandmeister Söhlke den Wettkampfergebnissen und Übungen, durch die die Feuerwehr einen hohen Bereitschaftsstand aufrechterhält. Die vielen guten Ergebnisse wurden von der 2. Gruppe unter Leitung von Thorsten Röpke überragt, die zum 7. Mal in Folge den Titel Stadtmeister errang. Im September gelang derselben Gruppe der Sieg bei den Kreismeisterschaften in der LF-Klasse, womit sie sich für den Regionalentscheid 2012 qualifizierte. Beim Landeswettbewerb in Bockhorn belegte die Hemeringer Gruppe Platz 11 unter den besten 31 Gruppen aus ganz Niedersachsen. Bei rund 3300 Feuerwehren landesweit ein außerordentlich gutes Ergebnis.

Zu den zahlreichen Aktivitäten bei Hilfseinsätzen und Wettkämpfen kamen noch Einsätze zur Verkehrssicherheit, beim Karneval, Felgenfest und verschiedenen Umzügen. Außerdem beteiligten sich die Feuerwehrleute um Friedrich Söhlke an der Umweltaktion 2011, an Lehrgängen und Dienstversammlungen. Die Einsätze summierten sich zu 4115 Dienststunden.

Obwohl es in Hemeringen keine organisierte Jugendwehr gibt, hat die Feuerwehr keine Nachwuchssorgen. Die jun-gen Kameraden werden in die große Organisation integriert. 2011 traten sieben Jugendliche in die Feuerwehr ein. Acht junge Kameraden im Alter von 17 bis 18 Jahren wurden auf der Versammlung zu Feuerwehrmännern /-frauen befördert. Es sind Laura Söhlke, Torben Brackhagen, Patrick Heusing, Björn Hoppe, Jan Liebert, Sven Michaelis, Phillip-Maximilian Nitz und Armin Rügge.

Der neue Ortsbürgermeister Klaus Brzesowsky lobte das Engagement der 50 Aktiven, 59 Aktiven in der Altersabteilung und 229 fördernden Mitgliedern, die personell zu den stärksten Wehren im Landkreis gehört.

Besondere Beförderungen wurden zwei Mitgliedern zuteil: Marc Winter wurde zum Oberlöschmeister und Karsten Hillebrecht als erster Hauptfeuerwehrmann befördert. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Müller ehrte Uwe Lilienthal und Werner Künne für 40 Jahre aktiven Dienst und Jürgen Wiese für 40 Jahre Mitgliedschaft.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare