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Feuerwehr reißt altes Gerätehaus für Neubau ab

"Da werden wir ganz vorsichtig rangehen"

Stadthagen-Enzen (jl). Einige Mitglieder der Ortsfeuerwehr Enzen haben sich extra Urlaub genommen, andere opfern etliche Feierabende und Wochenenden für den Bau eines neuen Gerätehauses. Zurzeit läuft der Abriss des alten Gebäudes, den die Brandschützer fast komplett in Eigenregie erledigen.

veröffentlicht am 05.06.2008 um 00:00 Uhr

Ohne Hubwagen ist beim Abbruch des Feuerwehrturms nichts zu mach

Sandra Saalmann hat während der Bauzeit ihre Schichten so gelegt, dass sie auch tagsüber auf der Baustelle anpacken kann. Zusammen mit Heinz Krömer, der als Rentner frei über seine Zeit verfügen kann, räumt sie Bauschutt in einen Container. Die Mauerstücke haben der stellvertretende Ortsbrandmeister Marcel Schünke sowie Klaus-Dieter Gerland aus dem Mauerwerk heraus gebrochen. Schünke und Gerland haben sich für diese Arbeit 14 Tage Urlaub genommen. Am Mittwoch war von der Fahrzeughalle nichts mehr zu sehen, und der Turm hatte schon keinen Kopf mehr. "Der Turm ist Fitzelarbeit. Da werden wir ganz vorsichtig rangehen. Deswegen arbeiten wir auch mit einem Hubwagen", erläuterte Schünke im Gespräch mit dieser Zeitung. Schünke und Gerland werden ihren Urlaub vermutlich nicht komplett auf der Baustelle verbringen müssen. Die Arbeiten seien zügiger voran gegangen als gedacht. Zumal die Kerntruppe jeden Tag nach Feierabend Verstärkung von der "arbeitenden Bevölkerung" bekommt, wie es der stellvertretende Ortsbrandmeister ausdrückte. Nötig geworden sind Abriss und Neubau wie bei vielen anderen Ortsfeuerwehren in diesen Tagen auch wegen eines neues Fahrzeugs. Für kommendes Jahr ist für die Enzer Feuerwehr ein Löschfahrzeug mit kleinem Wassertank, ein TSFW, bestellt. Für dieses Fahrzeug war die alte Halle zu kurz. Ein Umbau wäre laut Bürgermeister Bernd Hellmann "nicht zielführend und auf Dauer unwirtschaftlich gewesen". Deshalb der Neubau, der sich laut Schünke zurzeit in der Ausschreibung befindet. Geplant ist eine Stahlhalle, die aber verklinkert wird, damit das Ortsbild in Enzen wieder stimmt. Einen Turm wird es auf dem Feuerwehr-Gelände hingegen nicht wieder geben. Solche Bauten sind nicht mehr nötig. Den Rohbau von den Erdarbeiten bis zum Dachdecken werden Fremdfirmen erledigen. Für den Endausbau, das heißt für die Installation von Elektrotechnik, Heizungsanlage, Wasserversorgung sowie für Maler- und Lackiererarbeiten werden wohl wieder einige Urlaubstage, Feierabende und Wochenenden der Feuerwehrmitglieder draufgehen. Dieses Maß von ehrenamtlichen Engagement findet der Stadthäger Bürgermeister "sehr erfreulich", wie Bernd Hellmann auf Anfrage betonte. Kosten soll die gesamte Baumaßnahme rund 140 000 Euro. Diese Summe hat der Stadthäger Rat im aktuellen Haushalt für Enzen verankert.



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