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Vielbeachtetes Konzert bei den Schaumburger Märchensängern / Roman Rofalski zeigt Schubert nicht als Biedermann

"Da wähnt man sich plötzlich in einem Wiener Caféhaus"

Bückeburg (jp). Ein vielbeachtetes Klavierkonzert in der Musikschule Schaumburger Märchensänger hat das an Veranstaltungen nicht arme Volkstrauertagswochenende ausklingen lassen.

veröffentlicht am 20.11.2008 um 00:00 Uhr

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Eine ungewöhnliche Mischung klassischer und moderner Stücke hatte Roman Rofalski seinem Publikum mitgebracht. Der 1981 in Stadthagen geborene Pianist studiert seit 2001 Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Seinen Auftritt in der Musikschule eröffnete er mit drei Klavierstücken aus dem Nachlass von Franz Schubert. Der werde ja oft als der besonders braver Biedermann unter den Romantikern betrachtet, erklärte der Pianist in seiner launigen Anmoderation, aber zu Unrecht: "Gerade in diesen Stücken passiert eine ganze Menge Unerwartetes", versprach Roman Rofalski. "Da wähnt man sich plötzlich in einem Wiener Caféhaus." Weiter ging es mit "Valee des chloches" des impressionistischen Klangmalers Maurice Ravel (1875 1937). Das ungewöhnlichste Stück des Abends bildete eindeutig das vom Pianisten selbst neu arrangierte "Lucky" der britischen Avantgarde-Rockband Radiohead. Der Song stammt aus dem Jahr 1998 und war als Single nur in Frankreich veröffentlicht worden. Die Konzertetüde "Toccata" stammte von dem hierzulande noch nahezu unbekannten russischen Komponisten Nicolai Kapustin. Den Abschluss des Konzertabends bildete die Sonate As-Dur, Opus 110, von Ludwig van Beethoven.

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