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Weitere Etage soll bis Ende der Sommerferien montiert sein / 14 400 Euro monatliche Extra-Kosten

Container-Terminal Schulzentrum

Hameln. Pünktlich zum Ferienstart sind sie angekommen, die neuen Unterrichtsräume für das Schulzentrum Nord. 38 Raumzellen, per Tieflader hertransportiert, und per Lastkran auf die bestehenden Container aufgesetzt. Man muss aber eigentlich sagen: Die vorläufigen Unterrichtsräume sind da, denn es sind nur Container-Provisorien, die dort montiert werden. Nun muss es zügig beim Aufbau gehen, denn schon in sechs Wochen strömen die Schüler wieder hierher. Die Stadtverwaltung ist aber frohen Mutes, bis dahin die zusätzliche Etage für das Container-Ensemble fertig zu haben. Die „mobilen Raumlösungen“, wie sie im Verwaltungsdeutsch beschönigend genannt werden, sollen nach den Sommerferien in Betrieb genommen werden. Welches Chaos ausbricht, wenn sie bis dahin nicht stehen, sollte nicht vertieft werden.

veröffentlicht am 25.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 20.01.2016 um 17:50 Uhr

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14 400 Euro zusätzlich werden pro Monat für die neuen Lern-Boxen fällig; damit gibt die Stadt monatlich dann insgesamt 31 500 Euro für die Übergangslösung aus. Zudem kostet der Aufbau noch einmal 125 000 Euro. Nötig wird die Containerlösung durch die politische Entscheidung, die Sertürner-Realschule zum Standort der Integrierten Gesamtschule (IGS) zu wählen und kurzfristig mit dem Projekt zu starten; dies monierte bereits 2014 der Steuerzahlerbund.

Da in diesem Schuljahr fünf neue Klassen bei der IGS eingeschult werden, muss nun die zusätzliche Etage her. Und dann beginnt das Verschiebe-Spiel: Die Gymnasiasten ziehen ivom ersten in den zweiten Stock; in der ersten Etage können dann IGS-Schüler einziehen. Das Erdgeschoss wird für Bücherei und Freizeitaktivitäten der IGS vorgehalten.

Dass Provisorien sich gerne zur Dauerlösung auswachsen, ist bekannt. Die Stadt geht davon aus, dass die Schüler noch bis 2018 in den Containern unterrichtet werden müssen – das ist allerdings reine Theorie. Denn die Situation hat sich mittlerweile gravierend verändert: Wie das Schulzentrum Nord am Ende aussehen wird und wann das sein kann, ist derzeit völlig offen. Politik, Verwaltung und Architekt müssen sich nun erst einmal auf eine neue „Spar“-Version verständigen. Und ob die Container in dieser Menge während der Bauphase gebraucht werden, steht daher auch noch nicht fest.



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