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Weihnachtsbühne in Borstel: "Himmlische Kids" führen Stück auf

Computer? Für Petrus und seine Weihnachtsengel nicht geeignet...

Borstel (la). Bis auf den letzten Platz ist das Dorfgemeinschaftshaus Borstel gefüllt - und selbst die Stuhlreserven aus den Nebenräumen müssen noch vorgeholt werden: Der TTC Borstel hat am S onnabend alle großen und kleinen Dorfbewohner zu seiner traditionellen Weihnachtsfeier eingeladen, und viele waren gekommen.

veröffentlicht am 17.12.2007 um 00:00 Uhr

Nicht gerade brav, stellen die modernen Engel auf Inlinern fest:

Die Tische waren weihnachtlich dekoriert und selbst gebackener Kuchen lockte. "Es ist schön, dass Ihr alle gekommen seid", freute sich die Vorsitzende Elsbeth Büthe und stimmte die Gäste mit einer weihnachtlichen Geschichte auf die Feier ein. Es wurde gesungen, erzählt und Kaffee getrunken - und schließlich öffnete sich der Vorhang der "Weihnachtsbühne" für das Theaterstück "Computerengel - Himmlische Kids". Elke und Walter Schmidt hatten, wie in jedem Jahr, mit gut einem Dutzend Kindern das lustige Stück einstudiert und das Bühnenbild geschaffen. Die Weihnachtsengel von Petrus wollten in diesem Jahr nicht ihre Engelsgewänder tragen, sondern etwas moderner auf der Erde auftreten. Deshalb trugen sie Jeans und rollten auf Inlinern durch die Weihnachtswerkstatt im Himmel. Das goldene Buch hatten sie gegen eine computererstellte Liste getauscht. "Wir müssen mit der Zeit gehen", sagten sie Petrus. Die Skepsis, die Petrus an den Tag legte, sollte sich bei einem Test bestätigen: Die Weihnachtsengel besuchten nicht die braven Kinder, sondern landeten bei streitenden Schwestern, sechsjährigen Punks mit bunten Haaren und wenignetten Ausdrücken und einem kleinen "Computerbesessenen", der gerade "Mörderspiele" auf seinem PC installieren wollte. "Hier sind wir falsch", mussten die Engel feststellen - und nach der Schelte von Petrus bleibt es dabei, dass die braven Kinder, die zum Fest beschenkt werden, per Hand ins goldene Buch eingetragen werden. Tosender Beifall und kleine Geschenke waren der Lohn für die Schauspieler, und dann folgte schon der zweite Höhepunkt der adventlichen Feier. Der Weihnachtsmann klopfte an die Tür. Während ihn einige Kinder sofort umlagerten und ihre Gedichte und Lieder vortrugen, suchten andere zunächst ängstlich Schutz bei ihren Eltern. "Hier in Borstel sind nur brave Kinder, da kann ich meine Rute weglegen", sagte der Weihnachtsmann und dann erhielten alle Kinder ihre bunten Tüten.

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