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Gesundheits- und Seniorenzentrum in Minden / 7-Mio.-Euro-Projekt / Zusammenarbeit mit "Medicare"

"co op Minden-Stadthagen" plant Einzigartiges

Minden/Bückeburg (bus). Die "co op Minden-Stadthagen eG", unserenälteren Lesern als verantwortlich für die "Konsum"-Verkaufsstellen, den jüngeren als Betreiber der "depot"-Märkte bekannt, steigt ins Bauherrengeschäft ein. Die 1902 in Minden als genossenschaftlich strukturierter Konsumverein gegründete Gesellschaft plant die Errichtung eines Gesundheits- und Seniorenzentrums. Standort des Zentrums soll der Mindener Simeonsplatz, Betreiber die "Medicare im Grillepark GmbH" sein.

veröffentlicht am 16.05.2006 um 00:00 Uhr

Die Planzeichnung zeigt das viergeschossige Pflegeheim aus nördl

Die "co op" hatte ihr Warengeschäft zum 1. Januar 2001 an die "Edeka" verkauft. Der Veräußerungserlös und die Erträge aus eigenen Immobilien ermöglichten seitdem die Ausschüttung einer siebenprozentigen Dividende. 2004 hielt der den mehr als 2300 Mitgliedern vorgelegte Geschäftsbericht des Unternehmens eine Bilanzsumme von 8,3 Millionen Euro (Eigenkapitalquote 74 Prozent) fest. "In den Gremien der Genossenschaft wird seit längerem intensiv diskutiert und nach Möglichkeiten gesucht, die derzeit am Kapitalmarkt angelegten Erlöse aus dem Verkauf mit direktem Nutzen für die Mitglieder anzulegen", sagte "co op"-Vorstand Reinhard Kastning während der Vorstellung des Projekts. Am Simeonsplatz soll südlich des Preußen-Museums auf einem 3 650 Quadratmeter großen Areal zunächst eine Pflegeheim mit etwa 80 Plätzen entstehen. Hierfür sind, die noch ausstehende Zustimmung der Mindener Entscheidungsträger vorausgesetzt, bis zu der für September 2007 beabsichtigten "löffelfertigen" Übergabesieben Millionen Euro eingeplant. Das Gelände umfasst 11 000 Quadratmeter. Nach Auskunft des federführenden Architekten Dieter Schaarschmidt (Solingen) genug Raum für ein Ärztehaus mit Gesundheitszentrum sowie drei weitere Gebäude mit 45 Wohnungen. "Die für diesen prominenten Standort konzipierte Kombination vernetzter Angebote soll helfen, die Lebensqualität älterer Menschen langfristig zu verbessern und zu sichern", erläuterte Kastning. Selbstverständlich werde darüber hinaus eine angemessene Rendite angestrebt. Als "preisig im gehobenen Mittelsegment" bezeichnete "Medicare"-Geschäftsführer Helmut Müller die voraussichtlichen Belegungskosten. Müller machte für den Standort"Wahnsinn-Entwicklungschancen" aus. "Hier wird etwas gelingen, das einzigartig ist", sagte der Unternehmer, dessen Gruppe Häuser in Bad Oeynhausen, Haste, Rehren, Minden und Bückeburg (Scheier Straße) betreibt. Am Simeonsplatz wird nach Müllers Angaben "mehr als normales Servicewohnen" geboten werden. Für die Bewohner seien ausschließlich Ein-Bett-Zimmer vorgesehen, eigene Nasszelle inklusive. "Das ist eine Frage der Menschenwürde", unterstrich der Experte. Zur Betreuung der 80 Bewohner werde das Unternehmen 60 zusätzliche Mitarbeiter (davon 40 in Vollzeit) einstellen. "Medicare" betreue derzeit mit cirka 300 Arbeitnehmern etwa 550 alte Menschen. 2007 wird die Zahl der Mitarbeiter nach Müllers Einschätzung die 500er-Grenze überschreiten.

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