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Aerzener kämpft in der Pro-Sieben-Show „Gina-Lisa’s best Buddy“ gegen Rocker, DJs und Transen

Chris will Gina-Lisas bester Freund werden

Aerzen. Bei Heidi Klums Castingsendung „Germany’s next Topmodel“ war sie bunt und schrill, schaffte es aber nicht in die Finalrunde. „Zack die Bohne“ hieß damals ihr Schlachtruf, seitdem füllt sie die Boulevardblätter und spricht über ihren künstlichen Busen, Gewichtsverlust und Porno. Jetzt steht Gina-Lisa Lohfink erneut im Rampenlicht des Fernsehens; morgen startet ihre eigene Sendung auf Pro Sieben. Wie schon Paris Hilton auf MTV, sucht sie darin nach einem „echten Freund fürs Leben“. „Gina-Lisa’s Best Buddy“ heißt die Sendung, in der elf Paradiesvögel – vom Alt-Rocker über den DJ bis zur Transe – um die Gunst der Celebrity-Lady kämpfen.

veröffentlicht am 14.10.2009 um 15:06 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:50 Uhr

Gina-Lisa Lohfink und Chris
Tomas Krause

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Tomas Krause Onlineredakteur zur Autorenseite

Aerzen. Bei Heidi Klums Castingsendung „Germany’s next Topmodel“ war sie bunt und schrill, schaffte es aber nicht in die Finalrunde. „Zack die Bohne“ hieß damals ihr Schlachtruf, seitdem füllt sie die Boulevardblätter und spricht über ihren künstlichen Busen, Gewichtsverlust und Porno. Jetzt steht Gina-Lisa Lohfink erneut im Rampenlicht des Fernsehens; morgen startet ihre eigene Sendung auf Pro Sieben. Wie schon Paris Hilton auf MTV, sucht sie darin nach einem „echten Freund fürs Leben“. „Gina-Lisa’s Best Buddy“ heißt die Sendung, in der elf Paradiesvögel – vom Alt-Rocker über den DJ bis zur Transe – um die Gunst der Celebrity-Lady kämpfen. Einen Monat verbringen die Kandidaten in einer Luxus-Villa in Gerolstein und behaupten sich in verschiedenen Challenges. Mit dabei ein gebürtiger Aerzener – Chris Kappelmann ist 27 Jahre alt, in Aerzen und Groß Berkel aufgewachsen und ein „ziemlich verrückter Typ“. Er will Gina-Lisa von sich überzeugen und ihr Best-Buddy werden.

Anruf für das Casting kam überraschend

„Mich hat die Erfahrung gereizt, bei einem solchen Dreh dabei zu sein; mich zu testen, wie ich mit zehn anderen Konkurrenten klarkomme, und natürlich wollte ich Gina-Lisa kennenlernen“, erklärt Chris seine Motivation. Als der Anruf kam, im August zum Casting nach Köln zu kommen, war er dennoch überrascht. Zuvor hatte sich Chris im Internet beworben. Besondere Voraussetzungen waren nicht erforderlich, nur ein paar Angaben zur Person und zwei Fotos. Außerdem musste er ein paar Fragen beantworten, unter anderem, warum er Gina-Lisas bester Freund werden will. Für seine Antwort brauchte Chris nicht lange: „Ich hab geantwortet, dass ich ein Typ bin, auf den man sich immer voll verlassen kann und der auch durchgeknallt ist“, beschreibt er seine Persönlichkeit. Ein Alleinstellungsmerkmal kann er damit nicht für sich beanspruchen. „Beim Casting hab ich dann doch Schiss bekommen. Da war keiner 08/15, nur verrückte Typen.“ Und während er auf seinen Aufruf wartet, immer wieder die Frage: Ist noch ein Platz frei?

Dann ist es soweit, Chris wird ins Studio gerufen, um sich Gina-Lisa vorzustellen. Sie sitzt auf einem Sofa, neben ihr ihre Freundin Michi. Nervösität macht sich bei Chris breit, erzählt er. Sein erster Eindruck: „Wow, ist die superdünn und supersexy.“ Aber unvorbereitet ist Chris nicht. Er ist selber im Event-Geschäft tätig, tanzt und moderiert, Publikum ist ihm deshalb nicht fremd. „Unsere Aufgabe war es, etwas für Gina-Lisa einzustudieren, um sie zu beeindrucken. Ich bin als Gogo-Tänzer für sie aufgetreten“, und der Tanz kam an. „Wir haben uns dann kurz unterhalten und waren uns auf Anhieb sympathisch“, meint Chris. Kein Anzeichen einer Tussi, ein echter Kumpeltyp sei sie, meint der 27-Jährige, und eine aufregende Persönlichkeit mit coolem Look. Auf seine Antwort, ob er weiter ist oder nicht, muss Chris nicht lange warten. Nach einer Unterredung mit ihrer Freundin die Erlösung: Chris hält den Schlüssel in der Hand, der ihm die Tür zur Buddy-Villa und zum Herzen der 23-jährigen Hessin öffnen soll.

Dann vergehen zwei Wochen bis Drehbeginn. Zwei Wochen, in denen sich Chris Gedanken macht, was er alles einpacken soll, wie er sich präsentieren will, wie die anderen Kandidaten sein werden und was er mit seinem Hund, einem Golden Retriever-Labrador-Mix, machen soll – die Produktionsfirma lenkt ein, Chris darf den Hund mit ins Haus nehmen. Einen Trick, wie ihm seine Mitbewerber anfangs unterstellen, ist das nicht. „Aber darum geht es schließlich im Haus“, sagt Chris, „herauszufinden, wer wirklich Interesse an Gina-Lisa hat und wer nur ein falsches Spiel spielt.“ Auch dass die Sendung darauf ausgelegt ist, möglichst extreme Typen zu polarisieren und Konflikte zu schüren, ist ihm nicht entgangen. „Aber genau das ist das Spannende“, meint er, „zu beobachten, wo sich Gruppen bilden und wer mit wem kann oder wer nur auffallen will.“

Damit im Haus nicht alles aus dem Ruder läuft, gibt es zehn Regeln, die Gina-Lisa aufgestellt hat und die Messlatte für ihre Freundschaft vorgeben: Feier so gut Du kannst, sei immer für mich da, steh zu Deinem Aussehen, mach mir eine Überraschung, lass Dich beeinflussen. Wer die Regeln am besten befolgt, kommt seinem Ziel näher, wer bei den Challenges patzt, fliegt. „Kickboxen gegen Gina-Lisa“, „Nächtlicher Telefonterror“ oder „Feiern bis zum Abwinken“ heißen die Aufgaben, die die Kandidaten bewältigen müssen. Letztere ist Chris’ Lieblingsdisziplin. „Im Discooutfit mussten wir bis spät in der Nacht in einer Bar auf dem Tresen tanzen“, und auch Gina-Lisa ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen.

Morgen ist es soweit, dann läuft das We are Family!-Spezial „Gina-Lisa’s Best Buddy“ auf Pro Sieben an. In zwei Doppelfolgen am Donnerstag und Freitag wird sich jeweils von 14 bis 18 Uhr zeigen, ob Chris Kappelmann Gina-Lisas bester Freund geworden ist. Chris ist auf die Sendung schon gespannt. Bis jetzt hat er noch kein Sendematerial gesehen. Morgen ist auch für ihn das erste Mal, dass er sich im TV sieht. „Ich habe keine Ahnung, wie die mich dargestellt haben.“ Wie sein Umfeld reagiert, ist ihm jedenfalls egal – „ich war ich und das war cool“.

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