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Dirk Homeier von Inspektionsleiter Frank Kreykenbohm verabschiedet

Chef-Ermittler geht in Ruhestand

Stadthagen (rd). Gute Ermittlungsarbeit und exzellente Vernehmungstechniken, das hat den Ersten Kriminalhauptkommissar Dirk Homeier ausgemacht. Immer denÜberblick und immer ganz nah am Fall. Mit der Fähigkeit ausgestattet, Fälle auch aus Sicht der Täter zu betrachten. Viele Jahre hat Dirk Homeier als Leiter des 1. Fachkommissariats in Stadthagen die Schwerstkriminalität im Schaumburger Land bearbeitet.

veröffentlicht am 06.01.2007 um 00:00 Uhr

Dirk Homeier (l.) mit Ehefrau Petra und Inspektionsleiter Frank

Aus dieser Funktion heraus hat er etliche Mordkommissionen geleitet und eine hervorragende Aufklärungsquote zu verzeichnen. Diese Tätigkeit brachte es mit sich, dass eines abends Tausende von Menschen auf ihn blickten - in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY". 38 Jahre Dienst bei der Polizei - und das immer rund um den Kreis Schaumburg: Hameln, Rinteln, Bückeburg und Stadthagen waren einige Stationen. Im Zuge der Umorganisation kehrte er im November 2004 endgültig als Führungskraft zum Polizeikommissariat Stadthagen zurück und leitete seitdem den Kriminalermittlungsdienst. Am letzten Freitag des Jahres 2006 hieß es für den gebürtigen Schaumburger Homeier dann Abschied nehmen. Und auch dabei zeigt sich die Wertschätzung, die ihm entgegen gebracht wird: Er wurde vom Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Leitenden Polizeidirektor Frank Kreykenbohm, in den Ruhestand versetzt. Nach einem kurzen Rückblick auf die kleinen und großen Besonderheiten aus 38 Dienstjahren folgten einige persönliche Worte des Inspektionsleiters. Homeier habe seine Meinung immer offen und ehrlich vertreten, was für den einen oder anderen nicht immer "bequem" gewesen sei. Sein letzter Chef, der Leiter des Polizeikommissariates Mathias Schröder, beschrieb Homeier und dessen Wirken mit einigen Zitaten und schloss den offiziellen Teil der Verabschiedung seines bisherigen Vertreters mit Worten aus dem Kreise der Mitarbeiter ab: "Homeier, der Ermittler - der war gut, verdammt gut." Für seine Mitarbeiter habe er immer ein offenes Ohr gehabt und viel mit ihnen gemeinsam erlebt. Spaß habe allen die Zusammenarbeit gemacht, und es gab immer einen guten fachlichen, aber auch persönlichen Rat und volle Unterstützung, da sind sich die Kollegen einig. Im Kreise von früheren Wegbegleitern und den Kollegen des Polizeikommissariates sowie seiner Frau Petra und Tochter Merle wurde anschließend bei einem kleinen Empfang in Erinnerungen geschwelgt, aber auch mit einem Glas Sekt auf die Zukunft angestoßen. Homeier kündigte an, den Ruhestand nicht wörtlich zu nehmen: "Ich habe schon genügend Aufgaben im Blick, die ich angehen möchte. Als erstes fahre ich aber mit meiner Frau Petra ,auf Schalke' - zum Biathlon. Sie ist ein großer Fan dieses Sports und jetzt haben wir gemeinsam Zeit dafür."



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