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Bückeburg gewinnt bei Friesen Lembruch / Ersatzgeschwächter ASC Pollhagen-Nordsehl unterliegt in Heeßel 0:8

Chancen reihenweise vergeben - VfL zittert sich zum Sieg

Frauenfußball (pm). Der ASC Pollhagen-Nordsehl hat seine letzten Chancen auf den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga verspielt. Zwar besteht für das Schlusslicht trotz des enttäuschenden 0:8 beim Vorletzten Heeßeler SV weiterhin rechnerisch die Möglichkeit, den VfL Bückeburg und den TuS Drakenburg auf den rettenden Plätzen neun und zehn einzuholen, realistisch erscheint dies - auch nach den Ereignissen vom Wochenende - jedoch nichtmehr. Der Rest der Saison wird somit für die Pollhägerinnen so etwas wie eine Abschiedstour in der Staffel, der sie acht Jahre lang angehörten.

veröffentlicht am 03.04.2007 um 00:00 Uhr

Mareike Bauer (l.) ist schneller als ihre Gegenspielerin, lässt

Die Partie in Heeßel stand unter einem ungünstigen Stern. Drei Stammspielerinnen aus dem dünnen Kader hatten sich in den Osterurlaub verabschiedet. Somit standen nur zehn Pollhägerinnen, darunter einige Juniorinnen, in diesem wichtigen Spiel auf dem Feld. Und die mussten bereits in der 10. Minute den Rückstandhinnehmen. Janine Mensching (23.) und Mareike Daseler (32.) unterliefen zudem gleich zwei Eigentore zum 0:3. Trainer Bernd Hitzemann stellte um, beorderte Jessica Biesterfeld ins Mittelfeld. Das brachte in der Offensive einige gute Szenen vor allem für die engagierte Nachwuchsspielerin Annika Ebbighausen. Doch ein Treffer blieb dem ASC versagt. Stattdessen war die Abwehr ohne Biesterfeld nun anfälliger und durch fünf weitere Gegentreffer (52., 70., 75., 81. und 87.) kam das Team in der Schlussphase noch richtig unter die Räder. Die gut aufgelegte Torfrau Miriam Kosche verhinderte dabei mit zahlreichen Paraden eine zweistellige Niederlage und war am Ende die beste ASC-Spielerin auf dem Feld. ASC: Kosche, Daseler, Biesterfeld, Wilkening, Schüler, C. Rolfs, Mensching, Stobinski, Kowalski, Ebbighausen. Dass der Abstand zum HSV auf dem Abstiegsrang trotzdem erhalten blieb, dafür sorgte der VfL Bückeburg selbst mit einem 2:1-Erfolg bei Friesen Lembruch. Zudem überholte die Mannschaft von Trainer Thomas Rudolf den nun punktgleichen TuS Drakenburg in der Tabelle und rückte auf den neunten Rang vor. "Alle Spielerinnen waren mit Leidenschaft bei der Sache. Einziges Mankowaren die vielen vergebenen Torchancen", sagte der VfL-Coach. Die Bückeburgerinnen mussten deshalb in der zweiten Hälfte auch noch einmal um die drei Punkte bangen. "Wir haben uns zu einem knappen, aber verdienten Sieg gezittert", fasste Rudolf zusammen. Im VfL-Angriff ist die Abstimmung zwischenTorjägerin Hatixhe Beqiri und Neuzugang Monique Stahlhut noch nicht perfekt. Das wurde in Lembruch in den ersten 45 Minuten deutlich, als das Duo allein ein halbes Dutzend guter Möglichkeiten vergab. Fünf Minuten vor der Pause scheiterte auch Pia Gellermann, die einen Freistoß von Carola Heinkeknapp verpasste. Doch kurz vor dem Pausenpfiff machte es das Nachwuchstalent aus Hattendorf besser und vollendete eine tolle Kombination mit Beqiri mit einem Heber zum 1:0. Die Vorentscheidung verpasste kurz nach der Halbzeit Mareike Bauer, die den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig traf. Stattdessen fädelte Jennifer Hennings (49.) unglücklich bei ihrer Gegnerin ein und verursachte damit einen Elfmeter. Diesen einzigen Torschuss der Friesen verwandelte Kerstin Göhlke zum Ausgleich. Der VfL ließ sich aber nicht beirren. Und nachdem Beqiri (70.) noch mit einem strammen Schuss aus halbrechter Position an der Torfrau gescheitert war, erzielte Julia Danziger (72.) nach einer Ecke das sehenswerte 2:1, als sie den Ball vom Oberkörper abtropfen ließ und volley vollstreckte. Der VfL hat mit diesem Erfolg einen Meilenstein auf dem Weg in Richtung Klassenerhalt erreicht und sichvielleicht schon den vorentscheidenden Vorteil gegenüber dem Heeßeler SV erarbeitet. VfL: Müller, Hennings, Hävemeier, S. Stahlhut, Bauer, Beqiri, C. Heinke, Danziger, M. Stahlhut, Gellermann, Schlupp (73. Jobi).

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