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Chance für die Archäologie

Landkreis (jl). Die seit Auflösung der Bezirksregierungen weitgehend brachliegende archäologische Denkmalpflege in Schaumburg und Nachbarschaft soll reaktiviert werden. Dazu wird eine interkommunale Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinaus angebahnt.

veröffentlicht am 20.08.2008 um 00:00 Uhr

Nach Darlegungen von Kreisbauamtsleiter Fritz Klebe in der Sitzung des Bauausschusses des Kreistages wurde seit 2005 nach und nach das Fachpersonal für Archäologie abgebaut. Das heißt: Wenn heute bei irgend einer Baumaßnahme altertümliche Spuren auftauchen würden, gäbe es so recht niemanden, der sich darum kümmern würde. In Schaumburg kommt noch hinzu, dass sich der einst im Südkreis sehr aktive ehrenamtliche Archäologe Hermann Jürgen Rinne zurückgezogen hat. Für ihn gibt es bislang keinen Nachfolger. Um aus diesem akuten Fachkräftemangel herauszukommen, wollen sich die Landkreise Schaumburg, Nienburg, die Städte Bückeburg, Stadthagen, Nienburg und Hameln zusammentun und gemeinsam einen Archäologen finanzieren. Mitmachen möchte auch die Stadt Rinteln. Doch die sieht nach den Worten des von dort kommenden Kreistagsabgeordneten Günther Maack (CDU) nicht ein, dass sie wieder einmal Landesaufgaben finanzieren muss und hat deshalb einen Zuschussantrag in Hannover gestellt. Ende des Jahres wird nach Worten Klebes der Kooperationsvertrag von allen Partnern unterzeichnet sein.



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