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Information über jüdisches Gemeindeleben in Hameln

CDU-Senioren in der Synagoge

Hameln. Große Aufmerksamkeit und Stille herrschte in der Synagoge als Rachel Dohme, Vorsitzende der liberalen jüdischen Gemeinde Hameln, die Teilnehmer der Senioren-Union begrüßte. Am Anfang der Besuchsveranstaltung vermittelte sie ihren persönlichen Lebensweg als gebürtige Amerikanerin in Deutschland und in der hiesigen Region.

veröffentlicht am 08.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:41 Uhr

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Beeindruckend die Aussage der Vorsitzenden vom neuerwachten Leben der liberalen jüdischen Gemeinde in Hameln mit mehr als 200 Mitgliedern aus 16 Nationen – die Mehrzahl stammt aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Die jüdische Reformgemeinde Hameln wurde 1997 von Rachel Dohme und einer kleinen Gruppe russischer Einwanderer gegründet. Die neue Synagoge in der Bürenstraße steht an der Stelle, an der bis zu ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten am 9. November 1938 die alte Synagoge stand. Sie wurde 2011 eröffnet. Das Gemeindezentrum mit der Synagoge trägt den Namen „Beitenu“ – das bedeutet „Unser Haus“. Es ist der Ort der Begegnung, der Aufklärung und des Dialogs zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion. Die jüdische Gemeinde Hameln bietet eine Vielzahl religiöser und sozialer Dienste an wie Feiertags- uns Schabbatgottesdienste, Lebensabschnitt-Zeremonien, einen Grundkurs in Judaismus auf Russisch, eine Religionsschule für Kinder, Erwachsenenbildung, eine jüdische Musikgruppe und Deutschkurse. Außerdem finden in der Gemeinde viele kulturelle Veranstaltungen statt. Darüber hinaus hilft die Gemeinde bei Bedarf allen nicht-deutschsprachigen Mitgliedern bei Arztbesuchen und Behördengängen.

Den Gottesdienst feiere man in hebräischer Sprache und auch in der Muttersprache, so Dohme weiter. Die deutsch-jüdische Gesellschaft sei ein Bindeglied der Konfessionen in Hameln und der Hamelner Bevölkerung. Mittelpunkt der Synagoge ist der Altarschrank mit der Torarolle (Gebetsrolle mit den Texten Mose). Der Altar ist in Richtung Jerusalem ausgerichtet, so der erklärende Hinweis von Rachel Dohme. Das Tragen der Kopfbedeckung („Kipa“) für männliche Personen beim Betreten der Synagoge sei kein Gesetz. Vielmehr sind es Tradition und gläubiger Respekt. Überrascht zeigten sich die Seniorengäste auf das Vorhalten der israelischen Nationalflagge neben dem Toraschrank. Die Begründung: Sie stehe in jeder liberalen Synagoge und dokumentiere die Solidarität mit dem israelischen Staat. Auf Wunsch der Hamelner Gemeinde, so der Hinweis der Vorsitzenden, werde die deutsche Bundesflagge einen angemessenen Standort in der Synagoge bekommen. „Die Besucher der Senioren Union waren sich darüber einig, dass der Besuch der Synagoge von großer Offenheit, Respekt und Sympathie geprägt war. Die Hamelner Synagoge ist ein Ort von jüdischen Mitbürgern, die ihren Glauben bezeugen und gestalten“, so Gerhard Paschwitz, Vorsitzender der Senioren Union Hameln.



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