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Nienstädt: Svenja Müller legt Mandat nieder

CDU-Fraktion verliert die zweite Frau

Nienstädt (gus). Die CDU-Politikerin Svenja Müller gibt ihr Amt im Samtgemeinderat Nienstädt ab. Heute Abend wird Nils Strack als Nachfolger vereidigt. Damit verliert die CDU-Fraktion ihr zweites weibliches Mitglied.

veröffentlicht am 13.08.2008 um 00:00 Uhr

Grund für ihre Entscheidung ist laut Müller, dass sie die Tätigkeit im Samtgemeinderat nicht mit ihren Arbeitszeiten vereinbaren kann. Sie sei in einem kleinen Geschäft in Rinteln beschäftigt und könne nicht ständig früher Feierabend machen, weil sie an Fraktions- oder Ratssitzungen teilnehmen müsse. Die Sitzungen begännen meist um 18 Uhr. Zu früh für sie, sagt Müller. Die Nienstädterin sieht ihren Abschied aus dem Samtgemeinderat "mit einem lachenden und einem weinenden Auge". Einerseits falle mit dem Zeitdruck eine gewisse Last von ihr ab. Andererseits lobt sie rückblickend die sachorientierte Arbeit in dem Gremium. "Es stand immer das Wohl der Bürger im Mittelpunkt, nicht das Partei-Interesse", sagt sie. Deshalb habe die Samtgemeindepolitik viel Spaß gemacht. CDU-Fraktionschef Karlheinz Volksdorf bedauert Müllers Entscheidung. Diese sei eine engagierte Frau. Allerdings rücke mit Strack ein kompetenter Ersatzmann nach. Dieser bringe einige Erfahrung mit, weil er Gemeinderatsmitglied in Nienstädt ist und bisher Bürgervertreter des Samtgemeinde-Bauausschusses war. Volksdorf freut sich außerdem, mitdem "keine 30 Jahre" alten Strack einen Nachrücker in etwa im Alter Müllers zu haben. Schließlich sei politischer Nachwuchs wichtig. Nur dass eine Frau weniger in der CDU-Fraktion sitzt, sei bedauerlich. Volksdorf will bei der nächsten Kommunalwahl darauf achten, die Listen so aufzustellen, "dass wir etwas gemischter sind". Eine mögliche Kandidatin für den Samtgemeinderat sei Martina Lohmann aus Südhorsten. Auch Müller will nicht ausschließen, bei den kommenden Wahlen wieder für ein politisches Amt zu kandidieren. Allerdings ist ihr Wunsch dann ein Sitz im Nienstädter Gemeinderat. Bis dahin bleibe sie innerhalb der eigenen Partei auf jeden Fall politisch aktiv.



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