weather-image
29°
Nienburger Rübenack will Bundestagskandidatur / Drewes möchte Schaumburger durchbringen

CDU-Bewerber Wuttke bekommt Konkurrenz

Landkreis (ssr). Der bisher einzige Schaumburger Bewerber um die CDU-Bundestagskandidatur im Wahlkreis 40 (Nienburg II-Schaumburg), Christopher Wuttke, muss mit einem Gegenkandidaten aus Nienburg rechnen. Hans-Peter Rübenack, CDU-Mitglied im Nienburger Rat, hat jetzt ebenfalls seine Bewerbung kundgetan.

veröffentlicht am 03.07.2008 um 00:00 Uhr

Hans-Peter Rübenack

Rübenack gehört der CDU seit 1996 an. Im Nienburger Rat ist er stellvertretender CDU-Fraktionschef, Vorsitzender des Finanz- und Vize-Vorsitzender des Bauausschusses. Was ihn im Falle einer Wahl im Bundestag erwarten würde, ist ihm bewusst: "Als der Nienburger Werner Siemann CDU-Bundestagsabgeordneter war, bin ich mehrfach in Berlin gewesen, ich habe auch im Vorfeld meiner Kandidatur mit ihm gesprochen." Wer am Ende im Wahlkreis 40 für die CDU kandidieren darf, wird auf einer Delegiertenversammlung entschieden. In dieser verfügt die Schaumburger CDU über eine Mehrheit. Christopher Wuttke sagte gestern auf Anfrage, er freue sich, dass es nun wohl mehr als einen Bewerber geben wird: "Gegen einen oder mehrere andere Bewerber anzutreten, das sollte es einem schon wert sein, wenn man ein Abgeordnetenmandat in Berlin erwerben will." Es sei "guter demokratischer Brauch, dass Delegierte eine Auswahl haben". Der Schaumburger CDU-Vorsitzende Klaus-Dieter Drewes setzt "auf die große Geschlossenheit der Schaumburger Union". Ein Beweis für diese sei der Stimmenanteil von 95,5 Prozent gewesen, den Wuttke erst jüngst bei seiner Wiederwahl zum stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes erhalten habe. Drewes zeigte sich daher optimistisch, dass Wuttke sich in dem Rennendurchsetzen wird. Er sei sogarüberzeugt davon, "dass auch einige Nienburger Delegierte Wuttke wählen werden". Auf dem Schaumburger CDU-Kreisparteitag Ende Juni in Rolfshagen hatte Drewes postuliert, dass er das Ziel hat, einen Schaumburger Kandidaten durchzubringen. Hintergrund: Vor drei Jahren hatten die Schaumburger Christdemokraten mit Dr. Stephan Walter (Apelern) und Dietrich von Blomberg (Exten) zwei Bewerber aufgestellt. Der lachende Dritte war damals Hermann Bartels (Rodewald) und damit die Nienburger CDU. Bei der Bundestagswahl hatte Bartels den Wahlkreis dann aber mit 36,8 Prozent der Stimmen krachend gegen den SPD-Kandidaten Sebastian Edathy (51,6 Prozent) verloren.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare