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Unternehmer schlägt die beiden Nienburger Mitbewerber bei Urwahl klar schon im ersten Wahlgang

CDU tritt mit dem Bückeburger Wuttke an

Landkreis (ssr). Der Bückeburger Christopher Wuttke (35) ist der Kandidat der CDU für die Bundestagswahl im Wahlkreis Nienburg/Schaumburg. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende hat sich gestern Abend bei der Urwahl in der Stadthäger Festhalle bereits im ersten Wahlgang gegen seine beiden Mitbewerber Eckhard Heine (Steimbke) und Hans-Peter Rübenack (Nienburg) durchgesetzt. Wuttke erhielt 459 Stimmen (62 Prozent), auf Heine entfielen 248 und auf Rübenack 33 Stimmen.

veröffentlicht am 30.09.2008 um 00:00 Uhr

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Nachdem Tagungsleiter Burkhard Balz um 22.18 Uhr in der mit 740 CDU-Mitgliedernüber die Erwartungen der Parteioberen hinaus gut gefüllten Festhalle das Ergebnis verkündet hatte, brach frenetischer und langanhaltender Beifall über Wuttke herein. Dass der Bückeburger unter den Anwesenden in der Stadthäger Festhalle über sehr starke Schaumburger Bataillone verfügte, war schon zuvor zu spüren gewesen. Nach Einschätzung von Beobachtern ist es aber zusätzlich gelungen, auch Stimmen von Nienburger Mitgliedern erhalten. Anders als zuvor die beiden Bewerber aus Nienburg wurde Wuttke schon beim Gang zur Vorstellungsrede ans Rednerpult von starkem Beifall beflügelt. Sofort ging der Bückeburger in die Offensive: "Ich will die absolute Mehrheit, und zwar gleich heute Abend", rief er in spontaner Anknüpfung an eine Bemerkung seines Vorredners ins Mikrophon. Gleich im zweiten Satz richtete er die Angriffslust auf den SPD-Konkurrenten Sebastian Edathy. Diesem sei zu raten, "sich einen guten Listenplatz zu sichern". Denn: "Wir wollen diesen Wahlkreis bei den Erststimmen direkt gewinnen." Wuttke begnügte sich mit der deutlich kürzesten Redezeit aller drei Bewerber, formulierte dafür prägnant. Die CDU benötige ein scharfes Profil, um erfolgsträchtig wahrgenommen zu werden. Dafür brauche die Partei "Personen mit Ecken und Kanten". Wuttke weiter: "Ich will ihnen sagen, dass ich diese Eckenund Kanten habe." Inder Sache konzentrierte sich Wuttke auf sein Ziel einer soliden Finanzpolitik als wichtigste Grundlage für eine zukunftsweisende Politik. Dabei verwies er auf berufliche Erfahrungen, die er seit der Übernahme eines Unternehmens schon im Alter von 23 Jahren erworben habe. Der Steimbker Bewerber Heine (33) begann seinen Auftritt mit einer kleinen Inszenierung. Ungefähr 15 nach seinen Aussagen von ihm jüngst geworbene neue Parteimitglieder hielten "Heine"-Werbeschilder hoch. Der Sparkassenkaufmann stellte sich als "typischen Vertreter der Mitte" dar. Er verwies auf seine "starke Verwurzelung in der ländlichen Region" durch etliche Vereinsmitgliedschaften. Auf seinen Geburtstag am 3. Oktober, dem Tag der Wiedervereinigung anspielend, betonte Heine: "Mir ist es sehr wichtig, den Kommunisten entgegenzutreten. "Wenn man das System von innen verändern will, muss man im politischen Haifischbecken Berlin mitschwimmen." Mit pittoresken Formulierungen wie dieser versuchte der Nienburger Rübenack (42) Punkte zu machen. Vor seinem beruflichen Hintergrund als Mitinhaber einer Immobilien-OHG konzen trierte dieser sich ganz auf Ziele im Miet- und Erbschaftsrecht. So beklagte er zahlungsfaule Mieter.

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